Löwenschutz
Botswana

Die Könige der
Savanne sind in
Gefahr

Mensch-Wildtier-Konflikte sind ein Problem in vielen Regionen der Welt, auch im afrikanischen Botswana. Die Spannungen treten häufig in Gebieten auf, in denen Menschen mit ihren Siedlungen immer dichter in die Lebensräume der Wildtiere eindringen.

Die dort lebenden Menschen profitieren kaum von der wertvollen Artenvielfalt und sehen vor allem einheimische große Pflanzenfresser und Raubtiere als Bedrohung für ihren Lebensunterhalt: Elefanten, die Obst und Gemüse von den Anbauflächen fressen und durch ihre schiere Kraft und Größe Häuser, Getreidespeicher und Wassertanks beschädigen oder Raubtiere, die ihre Nutztiere reißen. 

Um solche Konflikte zu meiden und das faszinierende und enorm artenreiche Ökosysteme der Welt zu bewahren, sieht Botswanas Regierung Kompensationszahlungen für Schäden durch Löwen und andere Wildtiere vor.

“Durch einen besseren Schutz von Nutztieren, Artenschutzbildung und die Schaffung alternativer Einnahmequellen wollen wir die Koexistenz von Menschen und Löwen ermöglichen.”

SAVE Wildlife | Tierschutz, Artenschutz und Naturschutz in Afrika Unterschrift Lars Gorschlueter_1x

Lars Gorschlüter, Stiftungsgründer

Die Abgeschiedenheit der Dörfer führt jedoch leider dazu, dass die betroffenen Gemeinschaften davon keinen Gebrauch machen. Stattdessen töten sie die Löwen, um ihre Nutztiere zu schützen. Dieses Vorgehen bedroht nicht nur die Löwen, sondern das gesamte Ökosystem. 

Löwen: vom Aussterben bedroht

Afrikas Löwenpopulation ist in zwei Jahrzehnten um 43% eingebrochen. Experten gehen davon aus, dass heute dort weniger als 20.000 Löwen leben. Dabei sind Löwen massiv vom Aussterben bedroht. 

Löwenschutz

SAVE LIONS -Leben mit Löwen

Aktuelles Projekt zum Löwenschutz

Das Projektgebiet (NG32/NG35) liegt entlang des Okavango-Deltas im nördlichen Teil Botswanas. Diese Region gehört zu den faszinierendsten Landschaften Afrikas und beherbergt eine enorme Artenvielfalt. Es zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist Heimat für bedrohte Arten wie Löwen, Geparde, Wildhunde, Spitzmaulnashörner und Elefanten. Gleichzeitig ist es auch das Zuhause ländlicher Gemeinschaften, die kaum von dieser einzigartigen Natur profitieren und deswegen auf Viehzucht und Gemüseanbau für ihren Lebensunterhalt angewiesen sind. Im Projektgebiet liegen sechs Gemeinden, in denen es regelmäßig zu Konflikten zwischen Menschen und Löwen kommt, da Rinder und Ziegen leichte Beute für die frei umherstreifenden Raubtiere sind. 

Eine dieser Gemeinden ist das Dorf Quqao, in dem etwa 250 bis 300 Menschen leben. Dort starten wir unser Pilotprojekt. Obwohl die Farmer versuchen, ihren Viehbestand so gut wie möglich zu schützen, gelingt es den Raubtieren trotzdem immer wieder, Nutztiere zu reißen. Gemäß den Statistiken des Department of Wildlife and National Parks (DWNP) hat Quqao im Vergleich zu den benachbarten Dörfern (Daunara, Boro und Xharaxhao) die höchste Zahl an Konflikten mit Löwen.

Vor diesem Hintergrund hat SAVE in Kooperation mit Pro Wildlife und gemeinsam mit der Gemeinde von Quqao das Löwenschutzprojekt SAVE Lions gestartet.

Gemeinsam mit den Dorfbewohnern werden wir die Konfliktsituation analysieren und wirksame Lösungen für den Herdenschutz entwickeln und auf diesem Weg gleichzeitig die Löwen nachhaltig zu schützen.

Die Ziele des Löwenprojektes SAVE Lions sind

(1) Schutz von Löwen

(2) Förderung der Koexistenz von Menschen und Löwen im Projektgebiet

(3) Bildungs- und Aufklärungsarbeit, die die Bedeutung der Löwen für das Ökosystem und den Nutzen des Löwenschutzes für die Gemeinden vermittelt.

Erfolge (11/2021)

  • Zusammenarbeit gestartet: In mehreren Workshops mit der Gemeinde wurden konkrete Konfliktsituationen analysiert und Lösungsansätze entwickelt.
  • Schaffung neuer Arbeitsplätze: Die Gemeindemitglieder aus Quqao konnten für das Löwenschutzprojekt gewonnen und die ersten Lion-Ranger eingestellt werden.
  • Die Soforthilfe steht: Mit der Eröffnung eines provisorischen SAVE-Stützpunktes im Dorf werden die Farmer und Dorfbewohner bei Konflikten mit Löwen sofort unterstützt.

Unterstützen Sie:

  • Den Betrieb des SAVE-Stützpunktes und Bezahlung von Löwen-Rangern, um Konflikte mit Löwen zu minimieren
  • Den Bau raubtiersicherer Gehege (Kraals)
  • Work­shops für Landwirte für eine bessere Viehhaltung
  • Die Ausbildung von Gemeindemitgliedern zu Lehrern und Rangern
  • Umweltbildung für Kleinkinder und Schulklassen
  • Das Frühwarnsystem durch GPS-unterstützte Ortung der Löwen

Helfen Sie dem Löwenschutzin Botswana

Lösungsansatz

Um langfristig ein friedliches Zusammenleben von Menschen und Wildtieren zu erreichen, wollen wir alternative existenzsichernde Maßnahmen für die betroffenen Gemeinden schaffen und ihnen den Wert eines intakten Ökosystems vermitteln. Dabei verfolgt SAVE den Ansatz von Umweltbildung, Aufklärungsarbeit, Hilfe zu Selbsthilfe und bietet praktische Unterstützung vor Ort. 

Das Projekt SAVE Lions entwickelt mit der Dorfgemeinschaft Quqao in einem Pilotprojekt ein nachhaltiges Modell für die sechs Gemeinden im Gebiet: Gezielte Umweltbildung ermöglicht die Sensibilisierung von klein auf und zeigt neue Wege im Umgang mit Wildtieren. Zeitgleich sollen wirksame Maßnahmen wie mobile und raubtiersichere Zäune zum Schutz der Herden und Löwen umgesetzt werden.

Diese sollen ausreichend hoch und stark konstruiert sein, um zu verhindern, dass Rinder ausbrechen bzw. Löwen hineinspringen können. Um in Notsituationen schnell Hilfe leisten zu können, wurde im Dorf ein provisorischer SAVE Stützpunkt für die Lion-Ranger eingerichtet, die die Farmer vor Ort unterstützen und im Notfall Soforthilfe leisten. Dabei beraten Ranger die betroffenen Farmer und kontrollieren durch Tracking die Bewegungsmuster der Raubkatzen. Zusätzlich sollen alternative Einkommensmöglichkeiten geschaffen werden, zum Beispiel durch Tourismusangebote. Nach erfolgreicher Umsetzung soll das Konzept auf die anderen fünf Gemeinden des Projektgebietes übertragen werden, um den Schutz von Löwen flächendeckend zu verbessern. 

Werden Sie jetztSchirmherr*in für Löwen

Wildtierschutz ist Umweltschutz. Durch eine Schirmherrschaft helfen Sie
den Löwen in Botswana.


Artenschutz durch Bildung und Entwicklungsarbeit – auf diesem Ansatz beruhen all unsere Projekte. Wir arbeiten Hand in Hand mit den Menschen in den betroffenen Regionen und ermöglichen einkommensschaffende Maßnahmen dort, wo sie gebraucht werden. Mit unseren Bildungsprojekten bauen wir Brücken zu den kommenden Generationen – so dass Natur- und Artenschutz wieder ein natürlicher Bestandteil des Lebens werden.

mehr zu E4C

Artenschutz durch Bildung und Entwicklungsarbeit – auf diesem Ansatz beruhen all unsere Projekte. Wir arbeiten Hand in Hand mit den Menschen in den betroffenen Regionen und ermöglichen einkommensschaffende Maßnahmen dort, wo sie gebraucht werden. Mit unseren Bildungsprojekten bauen wir Brücken zu den kommenden Generationen – so dass Natur- und Artenschutz wieder ein natürlicher Bestandteil des Lebens werden.

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