In den Wildtiergebieten Botswanas und der DR Kongo leben Menschen und Wildtiere Tür an Tür. Wenn ein Elefant das Feld zerstört oder ein Löwe das Vieh reißt, steht für eine Familie viel auf dem Spiel. Solange der Schutz eines Löwen die Existenz einer Bauernfamilie bedroht, wird der Löwe verlieren.
Unsere Entwicklungsarbeit setzt genau dort an: Wir schaffen wirtschaftliche Alternativen, die mit der Wildnis funktionieren statt gegen sie. Klimafreundliche Landwirtschaft, Frauen-Empowerment, Ökotourismus, lokale Wertschöpfung – immer gemeinsam mit den Menschen vor Ort.
,,Das CSA-Programm darauf ab, die traditionelle Wilderei einzudämmen, indem die Gemeinschaften mit einer Vielzahl von Gemüsesorten versorgt werden, um ihre Ernährung zu ergänzen und moderne Anbaumethoden zur Verbesserung ihrer Lebensgrundlage und zur Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft einzusetzen.“
– Tirelo Ramasimong, SAVE Community Development Officer –
Problem:
Wilderei, Mensch-Wildtier Konflikte, Trophäenjagd.
Ziel
Friedliche Koexistenz, Stärkung der Gemeinden in den Wildlife Contact Areas.
Neben den Bildungsmaßnahmen unterstützt SAVE die Gemeinden in den sogenannten Wildlife Contact Areas mit Entwicklungsarbeit. Um neue Kapazitäten aufzubauen, die es den Menschen ermöglichen, selbst tätig zu werden, haben wir das gemeinschaftsbasierte Programm zur Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen – Community Based Natural Ressource Management (CBNRM) – entwickelt, das inzwischen seit fast einem Jahrzehnt in Botswana läuft. In Schulungsworkshops werden neue Kompetenzen für gemeinschaftsbasiertes Organisieren entwickelt sowie Finanz- und Projektmanagement, beispielsweise für das Betreiben eigener Ökotourismusbetriebe oder für den Aufbau einer nachhaltigen ökologischen Landwirtschaft. Hierdurch werden viele Arbeitsplätze geschaffen, die den Artenschutzgedanken von Anfang an in sich tragen. Durch den Kompetenzaufbau sowie die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Aktivitäten ist gewährleistet, dass die Dorfgemeinschaften ein eigenes Interesse am Erfolg entwickeln, sich zuständig fühlen und langfristig autark werden.
🇧🇼 Botswana – Okavango-Delta Schwerpunkt rund um die Konzession NG 32/35 sowie in Ngamiland und Boteti. Schwerpunkte: klimafreundliche Landwirtschaft, Frauen-Genossenschaften, gemeindegeführte Öko-Camps.
🇨🇩 DR Kongo – Region Virunga Schwerpunkt in Kanyabayonga, Kabaya, Vitshumbi, Rumangabo und Kishishe rund um den Virunga-Nationalpark. Schwerpunkte: Wiederaufbau in Konflikt- und Vertreibungsgebieten, Frauen-Empowerment, lokale Lebensmittelverarbeitung.
Botswana

Umweltbildung am Okavango Delta
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Demokratische Republik Kongo

Umweltbildung am Virunga Nationalpark

In den semiariden Regionen Botswanas und in den fruchtbareren, aber konfliktbelasteten Gebieten Nord-Kivus gilt dasselbe Prinzip: Wir helfen Gemeinden, mit knappen Ressourcen mehr zu erwirtschaften. Schattennetze, Tropfbewässerung, klimaangepasste Sorten, Mentoring durch erfahrene Landwirte. In Botswana liegt der Schwerpunkt auf Hausgärten und einer Gemeinschaftsfarm in der Konzession NG 32/35 – tausende Setzlinge werden hier umgepflanzt, hunderte Pakete Gemüse an die umliegenden Dörfer verteilt. In der DR Kongo unterstützen wir Tomatenanbau in Kanyabayonga und gemeinschaftliches Ackerland in Kabaya und Rumangabo – beide Standorte direkt am Lebensraum der Berggorillas.

Frauen sind in beiden Projektländern die ökonomischen Stützen ihrer Haushalte – und gleichzeitig die Gruppe mit den geringsten Erwerbschancen. Wir unterstützen sie beim Aufbau eigener Existenzen. In Botswana arbeiten wir mit rund 80 Frauen aus drei Dörfern in der Konzession NG 32 – Korbflechterei aus lokalen Naturfasern, Geflügel- und Gemüseproduktion, plus Schulungen in Buchhaltung und Marketing. In der DR Kongo unterstützen wir über 1.000 Frauen in einkommensschaffenden Aktivitäten und arbeiten mit über 60 gemeindebasierten Organisationen zusammen.

Rohstoffe verkaufen reicht nicht. Wer abhängig vom Großhandelspreis ist, bleibt arm. Deshalb investieren wir in der DR Kongo gezielt in Verarbeitung: Anstatt Chili roh zu verkaufen, schulen wir lokale Gruppen in der Herstellung von Chiliöl. Mit zwei Verarbeitungsmaschinen und systematischer Schulung werden inzwischen mehrere hundert Flaschen Chiliöl pro Jahr produziert – und vor Ort verkauft. Das Prinzip ist übertragbar: Wertschöpfung statt Rohstoffabhängigkeit, Klimaresilienz durch diversifizierte Einkommen, weniger Druck auf die natürlichen Ressourcen des Virunga-Parks.

3 Gemeinden, die sich früher durch Trophäenjagd-Tourismus über Wasser gehalten haben, erzielen nun ihre Einnahmen durch Gemeinde-Campingplätze für Ökotouristen. Ökotourismus generiert 40-mal so viele Einnahmen wie die Trophäenjagd und beschäftigt fast nur Einheimische. Diese Aktivitäten fördern das harmonische Leben ländlicher Gemeinden, die an Wildschutzgebiete angrenzen, da sie den natürlichen Ressourcen und der Tierwelt einen Wert verleihen und diese von den betroffenen Menschen nicht mehr als Bedrohung gesehen werden. Mit der Erhöhung des Einkommens in der Gemeinde entstehen in der Folge Einrichtungen für soziale Dienstleistungen, wie beispielsweise Gesundheitszentren und Bildungseinrichtungen.
Zu den Camps
Artenschutz durch Entwicklungsarbeit: Unsere Erfolge seit Programmstart 2010
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Frauen in einkommensschaffenden Aktivitäten in Botswana und DR Kongo
Menschen seit 2010 durch Entwicklungsprojekte erreicht
Climate-Smart-Agriculture-Standorte
Gemeindebasierte Organisationen in der DR Kongo unterstütz
Viele Menschen leben in Konflikt mit Wildtieren. Oft werden die Tiere getötet, weil sie den Menschen die Nahrung wegnehmen oder ihnen Schaden zufügen. Die Situation kann nur verbessert werden, wenn wir den Menschen helfen, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Durch Entwicklungsarbeit können wir den Menschen helfen, ein besseres Leben zu führen und so auch das Leben der Wildtiere schützen.
Bleiben Sie auf dem laufenden – wir informieren Sie regelmäßig über unsere Projekte und weitere Aktivitäten.