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Lehrerfortbildung stärkt Umweltbildung in kongolesischen Spielgruppen

Goma, November 2025

Um die Qualität der frühkindlichen Umweltbildung im Rahmen des Education for Conservation (E4C) Programms zu verbessern, haben wir von der SAVE Wildlife Conservation Fund DRC vom 3. bis 7. November 2025 eine intensive Lehrerfortbildung durchgeführt.

Herausforderungen: Wie E4C mit dem gesetzlichen Curriculum vereinen?

Besuche in unseren vier verschiedenen Spielgruppen der Region hatten zuvor deutliche Herausforderungen offenbart: Viele Lehrkräfte hatten Schwierigkeiten, integrierte Lehrmethoden umzusetzen und die Umweltbildungsinhalte des E4C-Programms mit dem nationalen Vorschul-Curriculum der Demokratischen Republik Kongo zu verknüpfen. Zudem bestand großer Bedarf an Unterstützung bei der Planung von Bildungs- und Umweltaktivitäten sowie bei der Gestaltung stimulierender Lernumgebungen für Kleinkinder.

Praxisorientierte Fortbildung

Als Antwort auf diese Erkenntnisse organisierte das SAVE-Büro in der Demokratischen Republik Kongo einen fünftägigen Workshop, an dem acht Lehrkräfte unter Anleitung von vier Facilitator:innen teilnahmen. Dabei wurden zentrale Themen erarbeitet:

  • Partizipative Lehrmethoden für Kleinkinder
  • Planung integrierter Bildungsaktivitäten
  • Beobachtung und Bewertung ganzheitlicher Kindesentwicklung
  • Schaffung anregender Lernumgebungen

Durch Gruppenarbeit, Klassenzimmer-Simulationen und moderierte Diskussionen konnten die Teilnehmenden Erfahrungen austauschen und neue pädagogische Ansätze kennenlernen.

Lernen durch Natur und Spiel

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf spielerischem Lernen: Die Lehrkräfte lernten, wie Spiele, Lieder und Geschichten die ganzheitliche Entwicklung von Kindern fördern. Innovative Ansätze wie das Zählen und Lesen mit natürlichen Objekten – Bäumen, Tieren und anderen Naturelementen – verbinden dabei Umweltbildung mit grundlegenden Lernkompetenzen.

Lehrerin Ange aus der Spielgruppe in Vitshumbi berichtet: „Vor der Fortbildung war es schwierig, neue Spiele, Geschichten und Lieder zu entwickeln, die den Kindern beim Verstehen der Lektionen helfen. Jetzt fühle ich mich sicher, denn ich kann Spiele, Lieder und Geschichten auf Basis der Lektion und des Tieres des Tages kreieren. Besonders glücklich bin ich darüber, gelernt zu haben, wie man Kindern das Zählen und Lesen mit natürlichen Objekten beibringt. Meine Gruppe wird lebendiger und die Kinder werden aktiv an den Aktivitäten teilnehmen.“

Ihr Kollege Sylvin aus der Spielgruppe in Rumangabo ergänzt: „Diese fünf Tage haben mir geholfen, sowohl meine Lehr- als auch meine Organisationskompetenzen zu verbessern. Ich habe gelernt, wie man Lektionen plant, die mehrere Lernbereiche integrieren – Sprache, Kreativität und soziale Kompetenzen. Die Fortbildung gab mir praktische Werkzeuge für die Gestaltung, Umsetzung und Evaluierung von Mini-Projekten. Ich kann nun den E4C-Ansatz effektiv mit dem nationalen Vorschul-Curriculum verknüpfen.“

Nachhaltige Wirkung

Die Fortbildung ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Bildungsqualität im E4C-Programm. Indem Lehrkräfte befähigt werden, Umweltbewusstsein bereits in der frühen Kindheit zu fördern, legen wir das Fundament für eine Generation, die Natur und Wildtiere schätzt und schützt. Denn unser übergeordnetes Ziel ist der nachhaltige Artenschutz durch Umweltbildung, Wildtierschutz und Gemeindeentwicklung. In der DRC haben wie vier Spielgruppen, in denen 258 Vorschulkinder über ihre Umwelt lernen. Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer:innen des Workshops zeigen: Investitionen in pädagogische Kompetenzen wirken direkt auf die Lernerfahrungen der Kinder – und damit auf die Zukunft des Naturschutzes in der Region.