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Aufforstung in Indonesien

Mit dem Projekt Friends of the Orangutans for Hutanriau Foundation unterstützt SAVE Maßnahmen zur Erhaltung des Regenwaldes und zum Tier- und Naturschutz in Sumatra.

Seit 2018 arbeitet SAVE gemeinsam mit der indonesischen Hutanriau Foundation unter der Federführung von Friends of the Orangutans an Projekten zum Tierschutz. Die Hutanriau Foundation ist eine NGO in Sumatra, die dieselben Ziele verfolgt wie SAVE. Beiden Organisationen geht es um den Schutz von Wildtieren durch Bildungsarbeit und Maßnahmen zum Naturschutz.

Das Projekt unterstützt Gemeinden in Riau dabei, eine Agroforstwirtschaft zu entwickeln. Dadurch können die Menschen vor Ort langfristig unabhängig vom Palmölanbau werden. Denn durch den stetig steigenden Bedarf an Palmöl werden die indigenen Völker durch Großkonzerne von ihrem eigenen Ackerland vertrieben und sehen oftmals ihre einzige Überlebenschance darin, sich auf den Ölpalmenplantagen zu verdingen. In der Arbeit der Projektpartner geht es darum, den Menschen vor Ort Alternativen zu der Arbeit auf den Ölpalmenplantagen aufzuzeigen. So werden den Dorfbewohnern u.a. kostenlose Setzlinge zur Verfügung gestellt, um Baumschulen zu errichten. Damit können sie degradierte Waldgebiete in ihrer Umgebung neu bepflanzen und Waldrodungen entgegenwirken.

Diese Wiederaufforstungsmaßnahmen werden von Bildungsprojekten begleitet, die den Menschen Wege aufzeigen, mit Agroforstprojekten Alternativen zum Anbau von Palmöl zu entwickeln. Die Arbeit von SAVE und Hutanriau fokussiert sich insbesondere in Bukit Betabuh. Diese Gegend wurde 1994 als „Schutzgebiet“ und als „Wald mit begrenzter Produktion“ eingestuft. In diesem Gebiet liegt ein wichtiger Wildtierkorridor. Hier leben viele bedrohte Spezies, wie der Sumatra Tiger, der Sumatra Orang-Utan, Waldelefanten und Tapire - Tiere, die vielerorts bereits ausgerottet wurden. Für den Sumatra Orang-Utan bietet der Tieflandregenwald aufgrund seiner Fruchtbaum-Bestände den einzigen natürlichen Lebensraum. Auch Slow Loris gehören hier zu den stark gefährdeten Tieren. Die IUCN stuft diese putzigen Tiere sogar als vom Aussterben bedroht ein. Schon seit 2007 ist der Handel mit ihnen verboten, was deren Beliebtheit als Haustiere jedoch keinen Abbruch tut. Dabei sind die kleinen Primaten dafür völlig ungeeignet, da sie nachtaktiv sind, eine sehr spezielle Nahrung benötigen, schwer zu pflegen sind und häufig an Infektionen, Blutverlust, oder unsachgemäßer Pflege sterben.

Nicht nur die Fauna sondern auch die Flora in diesem Gebiet ist bedroht. Viele der ursprünglichen Pflanzenarten sind selten geworden. Dabei können sie dazu beitragen, die Menschen zu ernähren und als Einnahmequelle dienen. Denn viele der ursprünglichen Pflanzen lieferten Rohstoffe für die Arzneimittelproduktion. Das bedeutet, dass sie als „Urwaldapotheke“ kultiviert werden können.


Artenschutz in Sumatra

SAVE arbeitet in Indonesien daher aktiv sowohl im Bereich Tier- als auch im Bereich Pflanzenschutz. Um die Flora zu schützen hat SAVE eine Baumschule gegründet, in der Setzlinge hochwertiger lokaler Nutzpflanzen heran gezogen werden. 2019 soll eine Fläche von 1.200 Hektar in dem Dorf Air Buluh in der Provinz Riu mit ihnen bepflanzt werden. Seitdem die lokalen Bauern angefangen haben, Setzlinge zu ziehen und das Gebiet zu kontrollieren, ist ein erfreulicher Nebeneffekt, dass auch die illegale Holzfällung zurückgegangen ist.

Mit der Organisation ISCP Indonesian Species Conservation wiederum arbeitet SAVE an dem Schutz der Slow Loris. Ziel ist es, den Handel mit diesen bedrohten Tieren zu reduzieren. Gleichzeitig wird ein Rettungs- und Rehabilitationszentrum für lokale Wildtiere unterhalten, um die Biodiversität Nordsumatras zu erhalten.