10 JahreSAVE Wildlife

10 JahreSAVE Wildlife

2010

gegründet

113

Tonnen Lebensmittel als Soforthilfe nach Somalia verfrachtet

500

Gnus + Elands umgesiedelt

14

Löwen-Forschungsprojekte

Afrika Umriss

25

Bildungsprojekte

80

Km Elefanten/Wildlife-Korridor

15.987.225

Unterstützte Lehrstunden für Kinder

90

Prozent der Kinder erreicht mit Hilfsmitteln bis Ende 2021

Unsere Projekte

Afrikanische Kinder

SAVE ist seit 2011 in Botswana aktiv. Nach 10 Jahren hat SAVE dort in enger Zusammenarbeit mit 22 Village Development Councils (VDCs) insgesamt 25 Kinderspielgruppen etabliert, die anhand eines von SAVE ausgearbeiteten jeweils der Altersgruppe angemessenen Lehrplans zur Umwelterziehung und Naturschutz unterrichtet werden. Auch die Unterrichtsmaterialien worden in Zusammenarbeit mit SAVE entworfen und zur Verfügung gestellt.  Bis 2020 nahmen insgesamt knapp 14.500 Kinder im Alter von 2-18 Jahren an den Bildungsprojekten teil – 4.068 davon allein in 2020/21. Hierbei geht es in erster Linie um das Wahrnehmen und den Respekt für die Natur. Ziel ist es, bis Ende 2025 mit unseren Bildungsprogrammen für den Artenschutz 62.000 (ca. 90%) Kinder und Jugendliche in den Wildtiergebieten und angrenzend zu erreichen.

Zahlen und Fakten:

  • 25 Projekte
  • 77 Lehrer
  • 459.000 Lehrerstunden
  • 12.539 unterstützte Kinder
  • 2 Learning Center errichtet, 1 neues derzeit in Planung für 2021
Afrikanische Kinder

Innerhalb des Projektes „Bücher für Bildung“ haben wir Wildtierbücher – geschrieben, illustriert und gedruckt von Matto Barfuss – durch unsere Mitarbeiterin Kgomotso Belinda Mothibi aus dem Englischen in Setswana übersetzen lassen. Über 800 Ausgaben von „Wildlife at my Home“ konnten 2012 an Kinder in Botswana verteilt werden. Die Bücher erklären den Kindern die wilde Tierwelt ihres Landes, um sie kennen- und wertschätzen zu lernen. 2014 wurden weitere Ausgaben von „Wildlife at My Home“ an botswanische Grundschüler verteilt, sodass wir mittlerweile über 1.000 Exemplare ausgegeben haben. Auch wurden über 7.000 Bücher SAVE- Lehrbücher und Curriculums an die Projekte verteilt

Zahlen und Fakten:

  • 20.000 Bücher (Lernbücher und Lehrpläne inklusive)
Campingplatz Mababe

Um ein regelmäßiges Einkommen für die Gemeinde zu schaffen, helfen wir den Menschen in ländlichen Gebieten beim Aufbau von Strukturen und Unternehmen, zum Beispiel im Ökotourismus. Exemplarisch steht hierfür das Tshaa Riverside Camp, das wir gebaut haben und dessen Gewinne in lokale soziale Projekte fließen. Unser Ansatz ist hierbei stets die Mobilisierung bestehender Kompetenzen und Unterstützung beim Erlernen notwendiger neuen Fähigkeiten.

Jedes Camp benötigt, neben Management und Marketing, auch mindestens drei Mitarbeiter vor Ort, die sich um Wartung und Gäste kümmern und zusätzlich als Anti-Wilderei-Einheit fungieren. Sie verwalten und überwachen die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Wir helfen also nicht nur beim Bau der Camps und deren Genehmigung durch die Regierung, sondern unterstützen die Gemeinden auch finanziell bei der Einstellung gut ausgebildeter Mitarbeiter und bei der Ausbildung lokaler Gemeindemitglieder.

Die drei Camps, die mittlerweile entstanden sind, befinden sich alle im Norden Botswanas am Khwai River am Rande der Nationalparks Chobe und Moremi. Die Campingplätze, idyllisch am Fluss Khwai gelegen, konnten – bis zum Beginn der Coronakrise – bereits touristisch gebucht werden. Sie sind mit allen notwendigen sanitären Einrichtungen ausgestattet und bieten Platz für jeweils bis zu 100 Camper. Die Einnahmen stehen der Gemeinde voll zur Verfügung und fließen in weitere Sozial- und Naturschutzprojekte ein.

Zahlen und Fakten

  • 2015  Start des Tshaa Riversidde Camps
  • 2016-2017 Bau und Fertigstellung zwei weiterer Camps der Gemeinde Mababe in Dijara und Dizhana
  • 2018 Eröffnung der beiden Camps in Dijara und Dizahna
  • 3 Campingplätze für 100 Gäste
  • 100 % Eigentum der Community
  • Einnahmen der Stellplätze: 8.000 – 20.000 EUR/Monat
  • Mitarbeiter: 20-30 (aufgrund der saisonalen Auslastung)
Antilope

Gemeinsam mit dem Department of Wildlife and National Park Botswana und der Grassland Safari Lodge hat SAVE im Jahr 2015 400 Streifengnus und 100 Elenantilopen an drei verschiedenen Gebieten des Central Kalahari Game Reserve (CKGR) ausgewildert. Das Ziel der bisher größten Wiederansiedlung war die signifikante Erhöhung des Artbestandes dieser Tiere, damit sich die natürliche Population erholen konnte. Dadurch gibt es nun doppelt so viel Beute für die dort lebenden Löwen, Afrikanischen Wildhunde, Geparden und Leoparden, die nicht mehr auf Farmland ausweichen müssen, um Nahrung zu finden. Infolgedessen wird der Mensch-Wildtier-Konflikt durch weniger Nutztierverluste entschärft und es kommt zu weniger Raubtiertötungen.

Das Projekt zählt zur SAVE Naturschutzsäule Sofortmaßnahmen und ist gleichzeitig eng vernetzt mit dem Bereich Forschung. Als Grundlage des Vorhabens diente die Forschungsarbeit des Studenten und Forschers Moses Selebatso, der im Rahmen des SAVE Capacity Development Programms unterstützt wurde.

Zahlen und Fakten:

  • 400 Gnus und 100 Elands gekauft und umgesiedelt in den Nationalpark CKRG
Nilpferd im Wasser

Botswana erlebt seit Jahren intensive Dürrephasen, in denen die Flüsse und die sogenannten Pans zum Teil völlig austrocknen. Für die Flusspferde, die dem Wasser hinterher ziehen, wurde das 2019 in Nxaraga zur tödlichen Falle, als sie aufgrund von Wasser- und Nahrungsmangel sprichwörtlich dort hängenblieben.

Gemeinsam mit dem Department of Wildlife and National Parks (DWNP) und örtlichen Firmen haben wir die Wasserstelle in einer spontanen Aktion aufgefüllt. Mittels Solarenergie wurden alle 10 Stunden 46.000 Liter in das Becken gepumpt. Bis der Wasserstand hoch genug war, dass die Tiere weiterwandern konnten, mussten sie zusätzlich täglich mit ca. 50 kg Heu pro Tag und Tier versorgt werden. Dabei war die Hilfe vieler Menschen vor Ort notwendig. Durch einen mit dem DWNP gemeinsam erarbeiteten Versorgungs- und Kontrollplan konnten unsere Teams so unabhängig voneinander und abwechselnd den Zustand der Tiere und des Wassers prüfen. Als im Sommer 2020 das Becken des Okavango-Flusses wieder aufgefüllt war, sind die Tiere weitergewandert und konnten sich wieder selbst versorgen.

Zahlen und Fakten:

  • 168 Flusspferde samt Nachwuchs gerettet
  • Alle 10 Stunden 46.000 Liter Wasser ins Becken am Okavango-Fluss gepumpt
Löwenpaar

Um dem Mensch-Wildtier-Konflikt Einhalt zu gebieten, ist es unter anderem nötig, in geeigneten Gebieten Schutzkorridore zu schaffen, über die Löwen abwandern können. Das begünstigt nicht nur die Suche nach wildlebenden Beutetieren, sondern verbessert die Basis eines natürlich funktionierenden Ökosystems, da die Tiere dadurch auf andere Populationen treffen und so ein besserer genetischer Austausch ermöglicht wird. SAVE hat sich daher Forschungsprojekten gewidmet, die die positiven Auswirkungen solcher langfristigen Schutzmaßnahmen untersuchen. In 2015 und 2016 unterstützte SAVE ein Projekt des Nationalparks Unteres Odertal in Mozambique. In diesem Zusammenhang entstand ein Projekt zur Löwenforschung des Limpopo Transfrontier Predator Projects. SAVE hat hierfür in 2015 zwei Satellitenhalsbänder gespendet, mit denen zwei Löwen besendert wurden, um Aufschluss über das Verhalten und die Bewegungsmuster der Tiere zu erhalten.

Zahlen und Fakten:

  • 14 Forschungsprojekte unterstütz und teilweise betrieben
  • 18 Arbeiten wurden daraus in Wissenschaftsjournalen veröffentlicht
Elefanten in Botswana

Die Nationalparks im südlichen Afrika sind durch Wildtierkorridore miteinander verbunden, über die sich die Wildtiere frei bewegen können. Aufgrund der fehlenden Wasserstellen in den Wildkorridoren dringen jedoch immer mehr Elefanten und andere Wildtiere auf der Suche nach Wasser bis in die ansässigen Dorfgemeinschaften vor. Farmer Bobota aus Phuduhudu, erzählte: „Die Dorfbewohner haben viel Ärger mit den Elefanten, da diese auf der Suche nach Wasser regelmäßig die Felder zertrampeln und den Menschen in der Gemeinde zu nahekommen.“ Diese Konflikte bringen die ohnehin schon bedrohten Wildtiere weiter in Bedrängnis. Die Menschen fühlen sich bedroht.

Gemeinsam mit dem Department of Wildlife and National Parks arbeiten wir daran, einen seit langem bestehenden, jedoch stillgelegten Wildtierkorridor zwischen dem Okavango Delta und den Makgadikgadi Pan wiederzubeleben. Durch unsere technische Unterstützung mit einer solarbetriebenen Pumpe, finanzielle Hilfe und die Mitarbeit vieler Beteiligten wird so der Wildkorridor Stück für Stück erneuert. Im Mai 2020 wurde mit den Arbeiten begonnen und – trotz Verzögerungen durch die Covid-19 Pandemie – im August 2020 wurde die erste Phase dieses Projektes mit der Instandsetzung der ersten Wasserstelle abgeschlossen: ein 80 km langer Teil des Wildkorridors konnte so wiederbelebt werden!

Zahlen und Fakten

  • 80km Elefanten/Wildlife-Korridor Teilabschnitt mit Wasserversorgung wieder hergestellt
Wolf

Die Öffnung der osteuropäischen Grenzen hat die natürliche Wiederausbreitung der Wölfe nach Mitteleuropa unterstützt. Damit die Tiere ihre Chance nutzen können, müssen die teilweise immer noch vorhandenen Ängste und mangelnde Akzeptanz von Beutegreifern in einigen Bevölkerungsgruppen ernst genommen und ausgeräumt werden. Um dies zu erreichen, vermitteln wir aktuelles Wissen über die Wolfspopulation in der Region, informieren die dort lebenden Menschen über Wölfe in der Region und die Biologie der Wölfe, starten Projekte zur Prävention von Wilderei und andere Aktionen, um die Fortsetzung des Wolfsschutzes in der Region zu gewährleisten.

Zahlen und Fakten:

  • 2006 Entdeckung des ersten Wolfsrudels in der Region
  • 2006 bis 2011 Überwachung der Wolfszahlen und Nachwuchs dieses ersten Rudels
  • 2011 Erweiterung der Wolfsüberwachung auf vier neue Rudel
  • 2015 Erste Konferenz über Wölfe in der Region
  • 2015 Einrichtung der Website WILKnet
  • 2017 Aufbau eines Netzwerks von Freiwilligen, die bei der Wolfsbeobachtung und den Bildungsangeboten mitarbeiten.
  • 2018 Zweite Konferenz über Wölfe in der Region
  • 2018 Der als Welpe von uns besenderte Wolf „Pumpak“ verschwindet spurlos in Sachsen. In Deutschland war über Change.org eine Petition zu seinem Schutz gestartet worden.
  • 2019 Wolfsbeobachtung umfasst 10 Rudel
  • 2020 Die ersten beiden Wölfe mit GPS-Halsbändern in Świętokrzyskie besendert.
  • SAVE Polen hat sich zum größten Wolfsschutz- und Forschungsprojekt in Polen entwickelt.
  • 845 Belege für die Anwesenheit von Wölfen (Schuppen, Spuren, direkte Beobachtungen)
  • 1200 Stunden Wolfsverfolgung
Rudel Wölfe

Wolfsprojekt unteres Odertal

Wölfe kehren langsam nach Deutschland zurück, sind aber gefährdet durch Jäger, Bevölkerung heißt sie nicht immer willkommen, irrationale Ängste der Menschen und illegale Abschüsse,

Zum besseren Schutz der Wölfe im Unteren Odertal startete SAVE Ende 2014 zusammen mit dem Artenschutzbüro Unteres Odertal das Kooperationsprojekt „Der Wolf im Unteren Odertal“.

Das gemeinsame Projekt untersuchte das Verhalten des Wolfs in der kultivierten Landschaft des Unteren Odertals und dokumentiert dieses. Auch die Rudelgrößen wurden erfasst und ihre Bewegungen beobachtet. Gleichzeitig wurde der Wildtierbestand in den Wolfrevieren erforscht und dokumentiert. Ziel war es, das Überleben des Wolfs zu sichern und sein Image in der Bevölkerung zu verbessern.

Uhu

Strommasten können zur tödlichen Falle insbesondere für große Vögel werden, wenn sie mit ihrem Körper stromführende Leitungen und Mastteile gleichzeitig berühren.

Obwohl das Bundesnaturschutzgesetz seit 2012 vorschreibt, dass die Masten entschärft und gegebenenfalls vogelsicher neu gebaut werden müssen, kommen viele Netzbetreiber ihren Verpflichtungen nicht nach. Fachmännische Untersuchungen des Greifvogelexperten Detlef Regulski im niederbergischen Raum haben ergeben, dass lediglich 50% der 92 überprüften Nieder- und Mittelspannungsmasten ausreichend gesichert waren. Dabei hat er darauf geachtet, ob eine sogenannte „Brücke“ montiert worden ist, damit Vögel sicher landen können und keinen Stromtod erleiden. Bis zum Frühjahr 2016 wurden ca. 100 weitere Strommasten kartiert, fotografiert und kontrolliert. Mit den Ergebnissen hat SAVE die gewerblichen Betreiber der Strommasten wie auch die zuständigen Behörden konfrontiert und auf eine sofortige vogelfreundliche Umrüstung gedrängt.

Palmöl

ZeroPalmöl heißt unsere Kampagne, die sich dem Schutz des Regenwaldes und gleichzeitig der Minimierung des Palmölkonsums widmet. Palmöl wird aus der Ölpalme gewonnen und ist in etlichen Lebens- und Reinigungsmitteln, in Kosmetikartikeln und auch in der Tiernahrung zu finden.

Die Palmölgewinnung ist die Hauptursache für die Abholzung der Regenwälder. Jährlich gehen etwa 12,55 Millionen Hektar Regenwald – was einer Fläche von rund 17,5 Millionen Fußballfeldern entspricht.

Zahlen und Fakten:

  • 2015 ging unsere App „ZeroPalmöl – PoP-Produkte ohne Palmöl“ online und wurde im selben Jahr bereits über 2.500 Mal heruntergeladen.
  • In der Datenbank befinden sich derzeit über 7.000 Artikel von 265 verschiedenen Herstellern.
Wasserfall

Der Schutz des Regenwaldes ist auf jedem Kontinent unserer Erde wichtig. Rund um das Kongo-Becken befindet sich nach dem tropischen Regenwald am Amazonas der zweitgrößte unseres Planeten.

Bereits seit 2011 hat der amerikanische Großinvestor Herakles versucht rund 73.000 Hektar intakten Regenwald für Palmölplantagen zu roden – gegen den Widerstand und die Rechte der einheimischen Bevölkerung, die ihrer Felder und somit ihrer Lebensgrundlage beraubt worden wären. Gorillas, Schimpansen, Waldelefanten und rund weitere 400 Säugetierarten – rund 7,5 % aller bekannten Säugetierarten, über 1.000 Vogelarten (rund 10 % aller bekannten Arten) und mehr als 10.000 Pflanzenspezies drohten ebenfalls, ihren Lebensraum unwiderruflich zu verlieren. Deshalb unterstützten wir von Beginn an die Proteste gegen die Palmölplantage der einheimischen Bevölkerung und leisteten außerdem Aufklärungsarbeit über die ökologischen und sozialen Konsequenzen der geplanten Rodungen. Wichtige internationale Entscheidungsträger wurden von SEFE und SAVE auf den drohenden Raubbau an Mensch und Natur aufmerksam gemacht und parallel erhielt die lokale Bevölkerung Unterstützung bei ihrem Kampf gegen Herakles und andere Investoren. Außerdem beteiligte sich SAVE an Studien zur ökologischen Klassifizierung der betroffenen Gebiete. Es konnte bereits der „High Conservation Value“ einiger Areale nachgewiesen werden.

Herakles konnte dank der lokalen und weltweiten Initiativen zunächst gestoppt werden!

Zahlen und Fakten:

  • 70.000 Hektar Regenwald in Kamerun gerettet
Orangutan

SAVE unterstützt seit 2015 die Organisation „Friends of the Orangutans“ bei einem Wiederaufforstungsprojekt des Regenwaldes in Indonesien. Das Gebiet liegt in der Nähe des Dorfes Kampung Pantak auf West Kalimantan. Die Einheimischen sind aktiv an der Wiederaufforstung beteiligt, die überwiegend aus Shoreasetzlingen besteht. Die waldbildenden Shoreabäume sind in den Regenwäldern Südostasiens beheimatet und eine gute Nahrungsquelle, u.a. für Primaten. Seit 2018 arbeiten wir mit der indonesischen Yayasan Hutanriau Foundation unter der Federführung von Friends of the Orangutans zusammen. Hutanriau ist eine NGO in Sumatra, die dieselben Interessen verfolgt: Den Schutz von Wildtieren durch Bildungsarbeit und Naturschutz. Die Strategie: Degradierte Waldgebiete in Sumatra werden neu bepflanzt und zukünftige Waldrodungen durch lokale Dorfbewohner verhindert.

Um dies zu erreichen, wurden den Dorfbewohnern Setzlinge zur Verfügung gestellt mit denen sie Baumschulen errichteten. Angeschlossen sind zudem Bildungsprojekte, die vermitteln, wie die Lebensgrundlage der Menschen mit einem Agroforstprojekt verbessert werden kann – eine Alternative zum Anbau von Palmölplantagen. Denn die indigenen Völker werden durch Großkonzerne von ihrem eigenen Ackerland vertrieben und sehen als einzige Überlebenschance ihre Beteiligung an Ölpalmenplantagen. 2019 wurde eine Fläche von 1.200 Hektar in dem Dorf Air Buluh in der Provinz Riu bepflanzt.

Seitdem die Bauern mit der Aufforstung angefangen haben, ist die illegale Holzfällung zurückgegangen. Die ständige Präsenz der Bauern schreckt die illegalen Holzfäller ab und reduziert somit den Raubbau an der Natur.

Zahlen und Fakten:

  • Für 1.200 Hektar Regenwald Setzlinge gekauft

Impressionen von unserer Arbeit

Mit Gemeindeentwicklungsprojekten unterstützt SAVE die Dorfgemeinschaften beim Aufbau von Tourismus, Wirtschaft und sozialem Engagement.

Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist dieses Programm darauf ausgelegt, die Bevölkerung zu mobilisieren, ihre Lebensbedingungen selber zu verbessern. In all diesen von der SAVE Wildlife Conservation Fund angebotenen und geförderten unterschiedlichen Bildungs-
und Gemeindeentwicklungsprojekten lernen Kinder und Erwachsene, dass die einzigartigen Schätze ihres Landes schützenswert und wichtig sind.

Unsere Highlights

“Es gab viele Momente, die mich sehr beeindruckt haben. Einer war z.B. als wir das erste Mal einen Löwen umgesiedelt haben, der auf einer Farm gefangen wurde, wo die Farmer ihn töten wollten. Zu beobachten, wie der Löwe sich in die freie Natur bewegt, war ein magischer Moment und steigerte meine persönliche Motivation, mehr zu tun.

Im Kampf gegen Regenwaldabholzung in Kamerun bin ich im Namen der lokalen Bevölkerung nach NY City gereist, um dem Investor unseren geschlossenen Widerstand zu erklären. Nach vielen Jahren intensiver Arbeit von unserem ganzen Team in Europa und Kamerun wurde das Projekt eingestellt.

2019 gab es eine extreme Trockenheit in Botswana. Das stellte speziell für die Flusspferde ein Problem dar, da sie in dem noch letzten, existierenden Wasserloch hängen blieben. Wir haben kurzerhand das Wasserloch vergrößert, Wasser aus einem Tiefbrunnen eingepumpt und die Tiere mit 1-2 Tonnen  Heu pro Tag gefüttert, damit Sie überleben. Viele der zirka 168 geretteten Hippos haben in den folgenden 6 Monaten Babys bekommen. Wir konnten die Hippos beim Trinken, Baden und Entspannen beobachten. Das war ein besonders Ereignis.

Mein Ziel war es immer, etwas nachhaltig zu bewegen. Das haben wir in den 10 Jahren mit vielen großen und kleinen Aktionen geschafft. Wenn man am Ende des Tages die glücklichen Kinder von unseren 25 Projekten in Botswana sieht, die tanzen und Marimba spielen, spürt man viel Demut für das, was man selbst hat.”

Lars Gorschlüter, Stiftungsgründer

„Meine persönlichen Highlights sind unser erfolgreich laufendes Kinderprojekt E4C – über Bildung Lebensraum- und Artenschutz zu erreichen fasziniert mich immer wieder von neuem – und die strahlenden Kinderaugen bleiben immer im Gedächtnis! Ein weiteres Highlight für mich als Biologin war das Auswilderungsprojekt der Gnus in die Kalahari – in dieser Größenordnung bleibt unsere Aktion bisher weiterhin ohne Gleichen.”

Dr. Maike Gorschlüter, stellvertr. Vorstand

Maike Gorschlüter
Wabothle Letubo

“Mein Highlight in den letzten 10 Jahren war die positive Resonanz auf unsere Kinderprojekte, die von 5 Spielgruppen im Jahr 2014 auf 25 im Jahr 2020 anwuchsen. Auch die Unterstützung der Wildtierprojekte durch die Bereitstellung von Wasser war überwältigend. Stellen Sie sich vor, gestrandete Flusspferde aus dem ausgetrockneten Teich zu retten und den Migrationskorridor für Wildtiere wiederzubeleben, der die Wildreservate in Botswana von Nord nach Süd verbindet. Ich bin so froh, Teil dieser Projekte und eines hart arbeitenden Teams zu sein!”

Wabotlhe Letubo, Country Project Director

Bildung und Entwicklung

Unsere Erfahrung zeigt: Das friedliche Zusammenleben mit Wildtieren kann nur gelingen, wenn die betroffenen Menschen genug zu essen haben und ihre Existenz gesichert ist. Diese essenziellen Bedürfnisse müssen nachhaltig gestillt sein, um Arten langfristig zu schützen. Denn erfolgreicher Wildtierschutz funktioniert nur, wenn die Bevölkerung mit im Boot ist. Jedoch fehlt es häufig an Wissen oder Chancen, um Einkünfte im Einklang mit der Natur zu erzielen. Durch die Schaffung von Bildungsmöglichkeiten für alle, die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung guter Ideen, sowie die Bereitstellung von Mitteln setzen wir gemeinsam Projekte um, die die Lebensräume der Wildtiere langfristig sichern.

Unser herzlicher Dank gilt an alle Spender, Partner, Organisationen, ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern,
die uns in den letzten 10 Jahren tatkräftig unterstützt haben.

50EUR


200EUR


500EUR


1000EUR