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Wasserversorgung
Makgadikgadi




Makgadikgadi Wasserversorgung – Schutz der Wildtierkorridore

Reduktion des Mensch-Wildtier-Konflikts

Die Makgadikgadi Pans liegen teilweise im Kalahari-Becken und bedecken eine Fläche von 12.000 km2. Nach der Zählung des Department of Wildlife and National Park im Jahre 2004 leben in diesem Gebiet insgesamt 149 Elefanten, 1.717 Edelsteinböcke, 216 Giraffen, 95 Kuhantilopen, 514 Kudus, 1.054 Strauße, 162 Springböcke, 324 Steinböcke, 4.609 Gnus, 11.083 Zebras und 442.851 Flamingos. Deshalb erfährt dieses Gebiet einen enormen Zustrom von Touristen, die kommen, um diese herrliche Natur mit ihren Wildtieren zu erleben.

Ebenfalls leben dort insgesamt ca. 11.000 Menschen in der Wildlife Management Area, sowie in den Dörfern Phuduhudu, Motopi, Moreomaoto, Gweta und Zoroga. SAVE ist bereits für Kinder und Jugendliche in Gweta und Moreomaoto aktiv. Die nächste Ausbaustufe soll in Phuduhudu stattfinden.

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Um den seit langem bestehenden Wildtierkorridor im Norden Botswanas, Okavango Delta und Makgadikgadi Pan zu schützen, ging das SAVE Botswana Headquarter Maun eine Partnerschaft mit dem Department of Wildlife and National Parks ein. In diesem Projekt geht es hauptsächlich darum, die Wildtierkorridore zwischen den Nationalpark-Schutzgebieten zu erhalten und zu optimieren. Dazu sollen künstlich angelegte, aber seit 10 Jahren ruhende, Wasserstellen ausgestattet und wieder in Betrieb genommen werden.

Mit der ersten Wasserstelle wurde ein 80 km langer Wildkorridor wiederbelebt, der den Wildtieren die Möglichkeit bietet den angrenzenden Nationalpark zu erreichen. Damit wird der Konflikt zwischen Mensch und Tier verringert, mit dem die Gemeinden in der Nähe des Parks konfrontiert sind. Viele Elefanten und andere Wildtiere dringen heute auf der Suche nach Wasser in Gemeindegebiete ein und sorgen somit für gefährliche Begegnungen. Das Bohrloch und die Wasserstelle wurden Ende August 2020 wieder in Betrieb genommen.

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Die Arbeiten konzentrierten sich auf Reinigung, Neuverrohrung, Abdeckung des Bohrlochkopfes, Austausch der 1.000 Meter Pipeline zwischen Bohrloch und Wasserstelle, die Registrierung des Bohrlochs, Installation einer neuen solarbetriebenen Bohrloch-Hochleistungspumpe und eines solarbetriebenen Elektrozauns zum Schutz des Equipments rund um das Bohrloch.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie traf notwendiges Material wegen grenzüberschreitender Bestimmungen später als ursprünglich zugesagt ein. Das Team von SAVE und DWNP rüstete das Bohrloch so aus, dass Wasser zur Wasserstelle gepumpt werden. Das Ziel besteht darin, die Tiere auf diese Weise in die ausgewiesenen Wildtiergebiete zurückzubringen, um Konflikte in der Gebieten der umliegenden Gemeinden zu verringern.

Die Mission von SAVE besteht in der Schaffung und Erhaltung von Korridoren entlang des Central Kalahari Game Reserve (CKGR), Makgadikgadi Pans Game Reserve, Nxai National Park, Okavango Delta sowie im Gebiet im Norden rund um den Chobe-Nationalpark. Die Bevölkerung in diesen Gebieten ist in das Vorhaben eingebunden, da ihre Bedürfnisse Berücksichtigung finden müssen. Die Gemeinden werden bei der Suche nach alternativen und attraktiven Einkommensquellen, wie z.B. Aktivitäten im Bereich des Ökotourismus ebenso unterstützt ebenso mit der Schaffung  und Durchführung von unseren „Education 4 Conservation“ Vorschul-Kindergarten.

Für Überwachung und Monitoring wurden einige Kamerafallen an bestimmte Stellen rund um die Wasserstelle aufgestellt. So können wertvolle Informationen über Art und Größe der Populationen gesammelt werden, die zum Trinken an die Wasserstelle kommen. Auf diese Weise kann zu einem späteren Zeitpunkt festgestellt werden, wie stark der Korridor durch das in diesem Gebiet bereitgestellte Wasser wieder genutzt wird. Mitarbeiter des SAVE/DWNP-Teams werden regelmäßig die Kameras überprüfen, Daten aufzeichnen und aktuelle Informationen für die Berichterstattung zusammenstellen.

Wegen der Covid-19-Pandemie sowie der Verzögerungen bei Materialangebot und -lieferung, wurde das Projekt Ende August 2020 abgeschlossen und ist erfolgreich an das DWNP Maun übergeben worden.


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