Mogogi - Wie ein Fünfjähriger in eine bessere Zukunft geht

62.000 Kinder möchte SAVE mit dem Umweltbildungsprogramm Education for Conservation erreichen. Das ist der Fünf-Jahres-Plan. Doch welche Menschen und Geschichten verbergen sich hinter dieser gigantischen Zahl?

Es sind Menschen wie der fünfjährige Mogogi und seine Mutter Rothe Keesi.

Mogogi lebt mit zwei Geschwistern und seiner Mutter in Matsaudi, südlich es Okavango-Deltas, in einer der tierreichsten Regionen der Erde. Regelmäßig werden die Dorfbewohner von Wildtieren heimgesucht, was zu vielen Konflikten führt.

Rothe muss, wie viele Mütter in Botswana, ihre drei Kinder alleine durchbringen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Frauen schlagen sich mit Gelegenheitsjobs durch: Schilf schneiden oder Vieh hüten zum Beispiel. Ein täglicher Kampf, die Familie zu ernähren. Kinder wie Mogogi blieben in der Regel tagsüber auf sich allein gestellt. Das ist nun anders: Mogogi besucht gemeinsam mit 30 anderen Kindern die SAVE-Playgroup für Vorschulkinder in Matsaudi.

Der quadratische Flachbau ist mit einem Elefanten bemalt. Das zeigt schon, was der pädagogische Schwerpunkt ist: Wildtierkunde. Die Angst vor Wildtieren soll sich in Wissen und Akzeptanz wandeln. Lehrerin Neo Xhike, die von SAVE speziell ausgebildet wurde, bastelt gemeinsam mit den Kindern Löwen- und Elefantenmasken um ihnen die Scheu vor wilden Tieren zu nehmen. Die Kinder lernen in der Playgroup etwas über die Lebens- und Verhaltensweisen der verschiedenen Wildtiere, die ihnen manchmal schon auf dem Schulweg begegnen. Die Spielgruppe in Matsaudi gibt es nunmehr seit zwei Jahren und 120 Kinder haben bisher an diesem Education for Conservation-Projekt mitgemacht. Nächstes Jahr wird dort ein Learning Center für 60 bis 100 Kinder und Jugendliche entstehen. Dieses Projekt wurde durch den Erlös des Afrikakalenders 2021 unseres Kooperationspartners Share for Smiles finanziert.

Für Mogogi und seine Familie hat die SAVE-Playgroup alles verändert. Er ist nicht mehr alleine, wenn seine Mutter arbeiten muss. Schon bevor er in die Grundschule geht, lernt er bis 20 zu zähen und seinen Namen zu schreiben. Und vor allem gewinnt er eins: Selbstvertrauen. Er erfährt, dass er durchaus Chancen hat, obwohl er mit geringen Chancen geboren wurde. Um Kinder wie ihn weiterhin zu unterstützen, bietet SAVE Bildungsprojekte in verschiedenen Altersstufen an.

Während Mogogis Mutter mit Gelegenheitsjobs die Familie ernährt, wünscht sie sich, dass ihr Sohn eine bessere Zukunft haben wird, als sie es jemals hatte. Vielleicht, so ihr Wunsch, wird er eines Tages sogar studieren.

Wer Mogogi dabei beobachtet, sieht, wie er begeistert und mit wachem Blick und leuchtenden Augen alles Wissen in sich aufsaugt. Der Name Mogogi bedeutet übrigens „Der, der einen mitzieht.“ Er zieht sich selbst aus der Chancenlosigkeit, ist seinen Geschwistern ein Vorbild und gibt seiner ganzen Familie Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Eine Zukunft mit Bildungschancen und vor allem voller Begeisterung für die einzigartige Tierwelt des Okavango-Deltas zu entwickeln, die es für nachfolgende Generationen zu bewahren gilt.

Im Film erzählen Mogogi und seine Mutter ihre ganze Geschichte.

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