Kinderprojekte in
Botswana

Kinderprojekte in
Botswana

Bildung für den Artenschutz

Bildung ist eine der beiden wichtigen Säulen in unserer „Education 4 Conservation“ Strategie für den Artenschutz. In Afrika leben viele benachteiligte Kinder. Viele kennen die Natur ihrer Heimat nicht und waren noch nie in einem Nationalpark. Oft haben sie Angst vor den „wilden Tieren“, die nur für die Touristen da zu sein scheinen.

Unsere Arbeit in den Kinderprojekten zielt darauf ab, Kinder möglichst früh mit Artenschutz in Berührung zu bringen und ihnen den einmaligen Wert ihrer Umgebung zu vermitteln. So entsteht in ihnen das Bedürfnis, diese zu schützen. Auch die Erwachsenen in der Region sind sich oft nicht der Chancen gewahr, die mit Naturschutz und Ökotourismus einhergehen. In unseren Bildungsprogrammen erkennen sie den Wert der Natur in direktem Zusammenhang mit den Möglichkeiten der nachhaltigen Entwicklung und neuen Perspektiven für die Zukunft ihres Landes.

„Bildung ist der Schlüssel zum Artenschutz – ein wertvolles Gut. Für Vorschule, Lebensalltag und Umweltbildung lernen die Kinder in Botswana stets mit Bezug auf die Wildtiere in ihrer Umgebung.“

SAVE Wildlife | Tierschutz, Artenschutz und Naturschutz in Afrika Unterschrift Lars Gorschlueter_1x

Lars Gorschlüter – Stiftungsgründer

Bildung für Kinder und Jugendliche

Unsere Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche beinhalten Spielgruppen für die frühkindliche Erziehung und Entwicklung, Betreuung und Angebote für Vorschulkinder, Ferienbetreuung, Hausaufgabenclubs sowie die Ermöglichung von Stipendien für Jugendliche. Hilfsbedürftige Kinder erhalten Mahlzeiten sowie bei Bedarf psychologische Betreuung. Die Aktivitäten in den täglichen Lerngruppen folgen einem von uns entwickelten Lehrplan, mit dafür entwickelten Lehrbüchern, einem eigenen SAVE-Curriculum für die Lehrkräfte und SAVE-Arbeitsbüchern für die Kinder. Beispielsweise steht jeder Monat unter dem Motto eines bestimmten Tieres – die Kinder erhalten Informationen zur Lebensweise dieser Tiere und ihrer Rolle im Ökosystem. In regelmäßigen erlebnisorientierten Workshops und Exkursionen können sie ihr erlerntes Wissen praktisch einsetzen und durch nachhaltige positive Erfahrungen mit den Wildtieren noch vertiefen.

Mit seinen Kinderprojekten, mit denen SAVE das friedliche Zusammenleben von Menschen und Wildtieren unterstützen möchte, hat die Stiftung bis heute über 14.500 Kinder erreicht. Zurzeit unterstützen 29 Kinderprojekte rund 1.590 Kinder und ihre Familien vor Ort in Botswana.

Christa_Kleine-Duerrschmidt

Schirmherrschaft

Dr. med. vet. Christa Kleine-Dürschmidt, Tierärztin, ist seit April 2013 die Schirmherrin unserer Kinder- und Jugendprojekte in Shakawe.

Wir danken ihr sehr für ihre Unterstützung! Ohne sie wäre die Umsetzung des Projekts nicht möglich.

Start von 6 neuen Kinderprojekten in Botswanas Wildtiergebieten

Zukunftsperspektiven durch Bildung und Artenschutz

Am 15. Januar starten mit Unterstützung der Futura Stiftung 6 weitere Kinderprojekte im NG 32 Distrikt im Norden des Landes. Frühkindliche Bildungs- und Betreuungsangebote, eine Grundversorgung und kindgerechte, praktische Umweltbildung in sogenannten „Playgroups“ geben rund 300 weiteren Kindern einen fairen Start ins Schulleben.

NG 32 kämpft wie andere Gebiete Botswanas mit den Folgen der Covid 19-Pandemie, hoher Arbeitslosigkeit und dem Einbruch der Reisebranche seit 2020. Für viele Familien ist es ein täglicher Kampf, die Familie zu ernähren. Eine Herausforderung besonders für alleinstehende Mütter wie Rothe, die ihre drei Kinder alleine durchbringen muss. Viele Kinder wie ihr fünfjähriger Sohn Mogogi sind deshalb in der Regel tagsüber auf sich allein gestellt.

Für Mogogi und seine Familie hat sich viel verändert, seit ihn seine Mutter morgens 3 km weit zu Fuß in die SAVE-Playgroup nach Matsaudi bringt. Er ist nun nicht mehr alleine, wenn seine Mutter arbeiten muss. Zusammen mit den anderen Kindern der Spielgruppe lernt er bis 20 zu zählen, seinen Namen zu schreiben und noch einiges mehr, was ihm den Einstieg in die Grundschule erleichtert. Vor allem lernt er eins: Selbstvertrauen. Er kann etwas schaffen, auch wenn er in ein Leben hereingeboren wurde, das ihm wenig Chancen bietet.

Bildung als Schlüssel für nachhaltigen Artenschutz

Mogogis Besuch der Spielgruppe gibt ihm einen guten Start in sein Schulleben – und der einzigartigen Tierwelt Botswanas eine Zukunft. „Viele Kinder in Botswana wissen nur wenig über die Wildtiere, denen sie manchmal auf ihrem Schulweg begegnen. Sie nehmen sie häufig nur als Bedrohung oder als Touristenattraktion wahr und genau das möchten wir ändern“, erklärt Lars Gorschlüter. Mit der Strategie E4C (Education for Conservation) möchte die von ihm gegründete Stiftung SAVE langfristig ein friedliches Zusammenleben von Menschen und Wildtieren möglich machen. „Bildung ist für uns der Schlüssel zum Artenschutz,“ fährt Lars Gorschlüter fort, „und das erfordert langfristige und nachhaltige Arbeit. Wir freuen uns sehr, dass uns die mehrjährige Förderung der Futura Stiftung für das Kinderprojekt genau dies ermöglicht.“

Ortsvorsitzender
Matsaudi

„Die meisten Kinder hier wachsen ohne ihre Väter auf. Die alleinerziehenden Mütter müssen sich alleine durchkämpfen ohne die Unterstützung der Väter.“

Für die frühkindliche Vorschul­- und Umweltbildung in den Spielgruppen hat SAVE eigens einen Lehrplan und ein Lernbuch entwickelt, mit dem die Lehrer und Lehrerinnen Kinder wie Mogogi fördern und auf ihren Schulbesuch vorbereiten. Ziel ist es, so mehr Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, die Zahl der Schulabbrüche zu verhindern und den Kindern mit einer abgeschlossenen Ausbildung mehr Chancen für ihre Zukunft zu geben.

Berufswunsch: Löwen-Ranger oder Lehrer:in

Kindgerecht und mit Spaß lernen die Kinder in den Playgroups neben Buchstaben und Zahlen auch die Tiere und Natur ihres Landes besser kennen. Im Klassenraum und bei Exkursionen erfahren die Kinder mehr über die Verhaltensweisen der verschiedenen Wildtiere – zu ihrem Schutz und zu dem der Tiere, die am Rand der Naturschutzgebiete manchmal bis in die Dörfer kommen.

Die Kinder und ihre Eltern erfahren in dem Projekt aber auch, welche Chancen und Beschäftigungsmöglichkeiten Natur- und Tierschutz ihrem Land langfristig bieten. Lehrer, Lehrerin oder Löwen-Ranger wollen deshalb viele Kinder aus den Spielgruppen werden, wenn sie einmal groß sind und ihre Schulausbildung abgeschlossen haben.

Mit den E4C-Bildungsprogrammen für den Artenschutz sollen bis Ende 2025 rund 62.000 (ca. 90%) Kinder und Jugendliche in und um die Wildtiergebiete von Botswana erreicht werden. All diese Projekte brauchen die Unterstützung von Menschen, Organisationen und Unternehmen, die sich nachhaltig und langfristig für Artenschutz und Bildung engagieren möchten.

Artenschutz durch Bildung und Entwicklungsarbeit – auf diesem Ansatz beruhen all unsere Projekte. Wir arbeiten Hand in Hand mit den Menschen in den betroffenen Regionen und ermöglichen einkommensschaffende Maßnahmen dort, wo sie gebraucht werden. Mit unseren Bildungsprojekten bauen wir Brücken zu den kommenden Generationen – so dass Natur- und Artenschutz wieder ein natürlicher Bestandteil des Lebens werden.

mehr zu E4C

Artenschutz durch Bildung und Entwicklungsarbeit – auf diesem Ansatz beruhen all unsere Projekte. Wir arbeiten Hand in Hand mit den Menschen in den betroffenen Regionen und ermöglichen einkommensschaffende Maßnahmen dort, wo sie gebraucht werden. Mit unseren Bildungsprojekten bauen wir Brücken zu den kommenden Generationen – so dass Natur- und Artenschutz wieder ein natürlicher Bestandteil des Lebens werden.

mehr zu E4C
Christa_Kleine-Duerrschmidt

Schirmherrschaft

Dr. med. vet. Christa Kleine-Dürschmidt, Tierärztin, ist seit April 2013 die Schirmherrin unserer Kinder- und Jugendprojekte in Shakawe.
Wir danken ihr sehr für ihre Unterstützung! Ohne sie wäre die Umsetzung des Projekts nicht möglich.

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