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Extreme Trockenheit: SAVE leistet Notfallhilfe in Nxaraga

Klimawandel und Erderwärmung sind in Botswana nicht bloß leere, abstrakte Begriffe wie bei uns, sondern täglich spürbare Realität. Nicht nur für die Menschen, sondern auch – und vielleicht vor allem - für die dort lebenden Wildtiere.

Unser Vorstandschef Lars Gorschlüter kommt gerade von der alljährlichen Reise in unser Hauptprojektland zurück. Im Gepäck auch Eindrücke aus dem Gebiet Nxaraga, die die Kollegen hier vor Ort nicht nur beeindruckten, sondern teils erschütterten.

Botswana erlebt eine seit Jahren anhaltende Dürre, die Flüsse und die so genannten Pans zum Teil völlig ausgetrocknet hat. Für die Tiere, die stets Wasser entgegen wandern, eine tödliche Falle. Ein unerträglicher Anblick im Nxaraga Gebiet ist der Tod von unzähligen Flusspferden aufgrund von Wasser- und damit verbunden Nahrungsmangel. Nxaraga liegt ungefähr 20 Kilometer von Maun entfernt, bekannt als das „Tor ins Okavango Delta“, wo sich das Büro von SAVE Botswana befindet.

Vor einigen Wochen bereits starteten die Kollegen vor Ort mit Hilfsmaßnahmen für das ausgetrocknete Becken in der Lagune von Nxaichaa in Nxaraga, gemeinsam mit dem „Department of Wildlife and National Parks“.

Eine unserer Maßnahmen, die fast sprichwörtlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein können – auch wenn es sich hierbei um Tonnen von Heu handelt – und doch unerlässlich ist: die Fütterung wilder Tiere in Afrika. Das mag ein ungewohnter und unglaublicher Anblick sein, doch diese Hippos leben tatsächlich in freier Wildbahn. „Sie näherten sich von der Futterstelle in Familiengruppen, sie hatten kaum Berührungsängste. So groß muss der Hunger sein“, so Lars Gorschlüter.

Derweil arbeitet SAVE Botswana mit örtlichen Firmen daran, den Flusspferdbecken aufzufüllen. 46.000 Liter Wasser pro ca. 10 Stunden sollen mittels Solarenergie in das Becken gepumpt werden. Damit zumindest die übrigen Flusspferde ihr Wasser und damit Überlebenschancen haben.