Die Spielgruppen mitten im Löwen-Projektgebiet

Der Spielgruppen kommt eine ganz besondere Bedeutung zu: Sie sind mitten im Projektgebiet „SAVE-Lions – Leben mit Löwen“ angesiedelt, also in der Region, in der besonders viele Löwen leben – und in der Vergangenheit leider auch getötet wurden.

Auf der einen Seite ist es so, dass das Überleben der Dorfgemeinschaften im Projektgebiet („NG 35/32“, mit den Dörfern Quqao, Xharaxhao, Ditshiping, Xaxaba, Boro und Daunara) von den natürlichen Ressourcen abhängt, vor allen von dem großen Wildtierreichtum. Auf der anderen Seite gibt es dafür noch nicht bei allen Menschen ein Bewusstsein. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen den ökologischen Wert noch nicht erkannt, so dass sich die meisten bisher auch nicht am Schutz und Erhalt des Ökosystems beteiligen. In den Schulen Botswanas gibt es kaum Wildtierkunde, und es wird den Kindern auch anderswo nicht vermittelt, welchen Wert Wildtiere im Ökosystem haben.

Somit nehmen die NG35/32-Spielgruppen im Projektgebiet „SAVE Lions“ Naturschutz und die Umweltbildung eine ganz zentrale Rolle ein. Ziel ist es, bereits durch frühkindliche Bildung den Artenschutz zu fördern.

In den Spielgruppen erfahren bereits die 3-6-jährigen etwas über das Verhalten von Löwen und anderen Wildtieren. Das Programm, das im Rahmen von Education for Conservation (Bildung für den Artenschutz läuft), bietet Kindern die Möglichkeit, sich im Rahmen des Lehrplans an pädagogischen Aktivitäten und Spielen zu beteiligen. Es werden Pirschfahrten in die Wildschutzgebiete organisiert, die SAVE-Lions-Mitarbeiter erzählen den Kindern Geschichten, zeigen ihnen Fotos und Filme.

Die SAVE-Spielgruppen leisten nicht nur einen positiven Beitrag für die Kinder. Sie werden mit einer höheren Sensibilität für den Naturschutz aufwachsen und – so unsere Hoffnung – künftig achtsamer mit Natur und Umwelt umgehen und das Artensterben stoppen. Ganz oft schlägt das neue Bewusstsein aber auch weitere Wellen: Die Kinder stecken ihre Eltern mit ihrer Begeisterung und ihrem neu erworbenen Wissen an, was bei ihnen langfristig zu einem Umdenken führen kann.

Die Eltern wiederum Wissen ihre Kinder in den Spielgruppen gut versorgt und können in dieser Zeit einer Erwerbsarbeit nachgehen und so den Unterhalt der ganzen Familie sichern.

Langfristig werden sich also die Lebensbedingungen von Eltern, ihren Kindern und in der Folge auch der Wildtiere verbessern.

Artenschutz. Gemeinsam. Leben.

jetzt helfen