Neues aus Botswana

Neues aus Botswana 

Wir sind stolz auf die tolle Leistung unseres Teams im Nordwesten Botswanas. Von den gesamt in Botswana derzeitigen 25 Projekten im Educations4Conservation Netzwerk, sind mittlerweile 10 alleine im Großraum Shakawe, mit derzeit 717 Kindern und 31 Mitarbeitern. Damit hat das Learning & Youth- Center Shakawe, von dem unsere Aktivitäten gemanagt werden, sich zu einem Schlüsselprojekt für Nordwesten Botswanas entwickelt. 

 Mit dem Erfolg wächst auch die Anfrage an anderen Örtlichkeiten Botswanas, wie in Kasane und dem Maun Network mit Projekten im südlichen Teil des Okavango Deltas, in NG32. Da sich immer mehr Kinder sich aus den umliegenden Siedlungen von Shakawe anmelden, planen wir dort ebenso weitere Spielgruppen zu eröffnen. Durch zusätzlich Projekte würden für die Kinder, die von der Ostseite des Dorfes Shakawe zu den Spielgruppen kommen, weitere Wege bzw. Entfernungen reduziert werden. 

Unser Ziel ist es alle 2-3 Monate ein neues Education4Conservation-Kinder-Projekt zu eröffnen. 

Was müsste passieren, um weitere Education4Conservation-Kinder-Projekte zu realisieren? 

Hier ein Beispiel Anhand eines bestehenden Projektes in der Region NG 32:

Um eine E4C Spielgruppe mit 6 Klassen über die Zeitspanne von fünf Jahren zu ermöglichen, benötigen wir z. B. 13.800 € für die Sanierung eines alten Gebäudes, 37.720,00 € für Schulmaterialien, sowie verschiedene Arten und Größen von Spielzeugen, Bastelwerkzeug, Bausteine, Malbücher, Vorlesebücher, Videos und Sportgeräte. Zudem ergeben sich 5.480,00 € für die Innenausstattung der Klassenzimmer und 19.500,00 € für die Versorgung von Weisenkindern, inklusive einer Verpflegung, Kleider, Medikamente sowie mentale Unterstützung. Dazu kommen 95.660,00 € für eine Sechsjährige Nahrungsverpflegung für alle Kinder in den 6 Spielgruppen, 20.744,00 € für Transportkosten und 9.000,00 € pro Jahr für sechs Mitarbeiter, die alles betreuen und leiten. Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten verteilt auf fünf Jahre, auf 254.841,12 €.


10 Jahre SAVE Wildlife

Internationaler Artenschutz made in Wülfrath:

SAVE Wildlife Conservation Fund feiert sein zehnjähriges Jubiläum

Auf den ersten Blick wirkt der Zweckbau im Wülfrather Gewerbegebiet eher funktional. Kaum einer ahnt, dass seit nunmehr zehn Jahren hinter diesen Mauern internationaler Artenschutz koordiniert wird. SAVE Wildlife hat in dieser Zeit eine Menge auf die Beine gestellt:  insgesamt 25 Umweltbildungsprojekte für Kinder rund um das berühmte artenreiche Okavango-Delta in Botswana, Wolfsschutz in Polen oder die Kampagne gegen Regenwaldabholzung in Kamerun – um nur einige Beispiele zu nennen.

 

Initiator und Motor des Engagements ist der Wülfrather Unternehmer Lars Gorschlüter. Der Geschäftsführer des Automobilzulieferers GOTEC Group kam vor vielen Jahren von einer Afrika-Reise nach Deutschland zurück: einerseits tief beeindruckt von dem großen Wildreichtum, andererseits schockiert, dass Wildtiere so stark bedroht sind. Denn egal ob Löwe, Wildhund oder Hyäne: Die Probleme sind die gleichen wie hierzulande mit dem Wolf: Reißt ein Raubtier Nutztiere, wird es schlimmstenfalls getötet. „Angefangen haben wir als Artenschutzstiftung, die sich um aussterbende und bedrohte Tierarten in Afrika kümmert, mit dem Schutz von Löwen und Wildhunden“ erinnert sich der 51jährige Unternehmer rückblickend. „Dann wurde uns ziemlich schnell klar, dass wir diese Tiere niemals retten können, wenn wir nicht schon heute in die Kinder investieren“.

 

So kamen zu Löwe & Co recht schnell Umweltbildungsprojekte für benachteiligte Kinder – viele unter ihnen Aids-Waisen – dazu sowie Forschungsstipendien für botswanische Studenten, die sich eine solch fundierte Ausbildung niemals leisten könnten. Nach dem Motto „Du kannst nur schützen, was du liebst“, zielen alle 25 Umweltbildungsprojekte auf Sensibilisierung für die Natur ab. Sie sollen möglichst früh die Achtung vor dem Leben erzeugen. “Wir begeistern in verschiedenen Bildungsprogrammen bereits Kinder für die Schätze der Wildnis“ . Davon versprechen wir uns ein Höchstmaß an Nachhaltigkeit.“ SAVE Wildlife hat eigene Lehrbücher und -Pläne erstellt, es gibt Spielgruppen und Hausaufgabenbetreuung. Bisher haben über 14.000 Kinder an den Projekten teilgenommen. Das geht nicht ohne Förderer und Sponsoren. Einer, der fast von Anfang an dabei war, ist Franz Weiss, Geschäftsführer der GZFA und Afrika-Fan. Er hat die Nöte benachteiligter Kinder vor Ort erfahren: „Ich möchte SAVE in der Umweltbildung unterstützen den Kindern vermitteln, dass im Ökotourismus wirkliche Berufsmöglichkeiten für sie liegen“, meint er. Das helfe den Kindern und dem Artenschutz.

 

Auch Sofortmaßnahmen werden von Wülfrath aus koordiniert: Wenn etwa durch die anhaltende Dürre 168 Flusspferde in Botswana zu verdursten und zu verhungern drohen, installiert SAVE kurzerhand eine Pumpe, die das lebensrettende Nass zutage befördert. Eine Heulieferung aus Südafrika rettet die Tiere vor dem Hungertod.  Oder wenn ein internationaler Konzern in großem Stil Regenwald in Kamerun abholzen will, koordiniert SAVE Wildlife eine große Aufklärungskampagne über Palmöl, nimmt Kontakt mit dem deutschen Entwicklungsministerium auf und bezahlt Anwälte in Kamerun, die die indigene Bevölkerung in ihren Landrechten vertreten. 70.000 Hektar Regenwald sind so vor dem Kahlschlag gerettet worden. Damit deutsche Firmen diese Umweltzerstörung nicht fördern, hat SAVE daraufhin die Kampagne ZeroPalmöl gestartet um europäische Unternehmen und Supermärkte zu überzeugen, auf Palmöl zu verzichten.

 

Natürlich hat sich SAVE auch für die kommenden Jahre ambitionierte Ziele gesetzt. Neben dem Aufbau weiterer Schul- und Spielgruppen in Botswana, koordiniert SAVE Wildlife auch Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen in Deutschland und Afrika: In verschiedenen lokalen Schulen rund um Wülfrath und Velbert sollen spezielle Unterrichtsstunden zu Themen wie Umweltbildung und Artenschutz stattfinden, so der Plan.

 

Heute, nach zehn Jahren ist Unternehmer und SAVE-Gründer Lars Gorschlüter selbst ein wenig überrascht, was man alles auf die Beine stellen kann, wenn man es wirklich will. „Geht nicht, gibt’s nicht!“ ist sein Motto. Der Familienvater möchte alles tun, damit ihn seine Kinder und Enkel nicht eines Tages fragen, warum er nichts dagegen getan hat, dass die Löwenpopulation um bis zu 90% eingebrochen ist und sie diese Tiere eines Tages womöglich nur noch im Zoo bewundern dürfen.


Im Kampf gegen neue Palmöl Raffinerien auf Borneo

Im Kampf gegen neue Palmöl Raffinerien auf Borneo 

Ein Teilerfolg ist erzielt:  Die Maßnahmen und Bauarbeiten für neue Palmöl-Raffinerien im Osten Borneos, wurden vorerst eingestellt. 

 Auf Borneo, Indonesien, wurden im Sommer (2020) 86 Hektar High-Conservation-Value-Forest/Regenwald zerstört, in dem zuvor hoch bedrohte Tiere wie Nasenaffen, Orang-Utans, Nebelparder und Schuppentiere gelebt hatten. Die Maßnahmen und Bauarbeiten sollten dazu dienen, neue Palmöl-Raffinerien zu errichten. Da Palmöl zu den günstigsten pflanzlichen Ölen gehört und in der Industrie für die Herstellung einer massiven Vielzahl von Produkten noch immer sehr beliebt ist, wird gerne mal ein Auge zugedrückt. Ganz ohne Rücksicht auf Verluste. 

 Demzufolge befindet wir uns, gemeinsam mit ProWildlife München und Rettet den Regenwald EV- Hamburg, mitten in einen Kampf gegen die katastrophalen Aktivitäten im Osten Borneos. Ein Kampf, der einen wichtigen Teilerfolg erzielt hat: Mit unseren ‚Waffen’, wie Petitionen und stetigen Beschwerden an RSPO und First Resources Ltd. (Abholzfirma), haben wir es geschafft, dass das die derzeit Baustelle geräumt wurde. Ob es ein Dauerzustand ist, ist noch unklar. Weitere Untersuchungen laufen und wir werden die Aktivitäten vor Ort beobachten. 

 


Übergabe Wasserloch

18. Dezember 2020|In Allgemein, Hipposchutz, Naturschutz

Übergabe des erbauten Wasserlochs in Botswana

Das Wasserloch wird einen wichtigen Wildtierkorridor zwischen den Nationalparks unterstützen und dadurch den Konflikt zwischen Mensch und Wildtier in den umliegenden Gemeinden reduzieren.

Hintergrundinformationen:

Das Wasser fließt seit Ende August. Ein instandgesetztes Brunnenbohrloch versorgt nun eine Wasserstelle für Flusspferde und weitere Wildtiere. Sie hilft, einen 80 Kilometer langen Wildtierkorridor im Makgadikgadi-Nationalpark im Nordosten Botswanas zu erhalten. Wir schlossen für das Projekt eine Partnerschaft mit dem Department Of Wildlife & National Parks (DWNP). Die fertige Bohrstelle mit solargetriebener Hochleistungspumpe und rund einem Kilometer Rohrleitung bis zur Wasserstelle übergaben wir nun an das DWNP.