Hilfsaktion für Corona

10.000 Masken für SAVE-Botswana

10.000 Masken für SAVE-Botswana

Winter Medical stellte über 10.000 originalverpackte Masken zur Verfügung und verschickte sie mit SAVE nach Botswana, um dort Familien und Projektmitarbeitende zu unterstützen.

Hilfsaktion für Corona

Auch Botswana leidet unter der mittlerweile 4. Corona-Welle, das Gesundheitssystem ist schon seit den ersten Wellen überfordert. Schutzausrüstungen stehen kaum zur Verfügung, selbst einfache Stoffmasken sind Mangelware.

Winter-Medical hat sich deshalb mit der SAVE Wildlife Conversation Fund Stiftung zusammengetan, um spontan zu helfen: Winter Medical stellte über 10.000 originalverpackte Masken zur Verfügung und verschickte sie mit SAVE nach Botswana, um dort Familien und Projektmitarbeitende zu unterstützen.

Wir bedanken uns ganz herzlich für diese großzügige Unterstützung in schwierigen Zeiten! Die Masken bieten nun Schutz für Familien, 1590 Kinder aus unseren Spielgruppen, 77 Lehrern und 9 Mitarbeiter bei SAVE Botswana.

Leider ist die Pandemie noch nicht vorbei. Um den zusätzlichen finanziellen Aufwand der Schutzmaßnahmen zu stemmen, bitten wir Euch um Hilfe. Macht mit bei unserer Spendensammelaktion „Masken für Botswana“.

Eure Spende kann Kindern und Lehrern das Leben retten!


SAVE Lions

SAVE LIONS – neues Löwenschutzprojekt in Botswana

SAVE Lions - Leben mit Löwen

Afrikas Löwenpopulation ist in zwei Jahrzehnten um 43 Prozent eingebrochen. Experten gehen davon aus, dass heute dort weniger als 20.000 Löwen leben. Das möchte der SAVE Wildlife Conservation Fund gemeinsam mit Pro Wildlife nun in einem neuen Projekt zum Schutz von Löwen in Botswana nahe des Okavango-Deltas ändern.

SAVE Lions

„SAVE Lions – Leben mit Löwen“ hat als Projektgebiet eine der ökologisch wertvollsten, wildtierreichsten aber damit auch konfliktträchtigsten Regionen der Erde gewählt. Trotz des dramatischen Rückgangs werden dort – wie vielerorts rund um die Wildreservate Afrikas – unzählige Großkatzen vergiftet oder erschossen. Vor allem dann, wenn sie Nutztiere reißen, was für die Menschen existenzbedrohend ist. Der Wegfall von Einnahmen aus dem Wildtiertourismus durch die Corona-Krise hat die Situation noch zusätzlich verschärft. „Durch einen besseren Schutz von Nutztieren, Artenschutzbildung und die Schaffung alternativer Einnahmequellen wollen wir die Koexistenz von Menschen und Löwen ermöglichen“, so Lars Gorschlüter vom SAVE Wildlife Conservation Fund.

„SAVE Lions – Leben mit Löwen“ startet im Dorf Quqao im südlichen Teil des Okavango-Deltas, das wiederum UNESCO-Weltkulturerbe ist und Heimat vieler bedrohter Arten wie Löwe, Gepard, Wildhund und Spitzmaulnashorn.

Weil dort gleichzeitig viele Menschen von der Viehzucht leben, kommt es gerade in Quqao laut der Statistik der botswanischen Wildtierbehörde DWNP zu überdurchschnittlich vielen Konflikten zwischen Löwen und Nutztieren. Das Dorf, das ein trauriger Hotspot der Löwentötungen ist, wurde deshalb für ein Pilotprojekt ausgewählt. Wegen dieser besonders dramatischen Lage wird SAVE dort einen Stützpunkt für Lion Ranger errichten. Die Lion Ranger bieten den Menschen Soforthilfe in Notsituationen, beraten betroffene Farmer und kontrollieren durch Tracking die Bewegungsmuster der Raubkatzen.

SAVE Wildlife Conservation Fund Botswana konnte bereits Gemeindemitglieder aus Quqao für das Löwenschutzprojekt gewinnen und die ersten Lion-Ranger einstellen. Gemeinsam mit ihnen und den Dorfbewohnern wird SAVE konkrete Konfliktsituation analysieren und wirksame Lösungen für den Herdenschutz entwickeln, wie z.B. mobile und raubtiersichere Zäune.

Neben konkreten Schutzmaßnahmen macht das SAVE Lions-Projekt ein Bildungsangebot an die ländliche Bevölkerung: Das bereits an 28 Standorten in Botswana erfolgreich erprobte Umweltbildungsprogramm „Education for Conservation“, kurz E4C, informiert Menschen aller Altersgruppen über den Wert des einzigartigen Ökosystems. „Nur wenn wir mit den Menschen in Wildtiergebieten zusammenarbeiten, Bildungsangebote machen und mit Hilfe zur Selbsthilfe existenzsichernde Maßnahmen jenseits der Viehzucht schaffen, werden wir langfristig ein friedliches Zusammenleben von Menschen und Wildtieren ermöglichen“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife.

Das Löwenschutzprojekt soll zukünftig auf weitere fünf Gemeinden am Okavango-Delta ausgeweitet werden, um den flächendeckenden Schutz der bedrohten Löwen zu sichern.


Gemeinsam und auf Augenhöhe für den Artenschutz

Unsere Arbeit bei SAVE

Wir bei SAVE Wildlife Conservation Fund Stiftung möchten unseren Teil dazu beitragen mit den Menschen vor Ort, den Natur- und Artenschutz zu fördern. Unsere Arbeit baut auf 3 Säulen auf:

  1. Bildungsarbeit
  2. Wildtierprojekte
  3. Gemeindeentwicklung

Ganz nach dem Prinzip Education 4 Conservation (dt.: Bildung für den Artenschutz) möchten wir den Menschen im Süden Afrikas einen nachhaltigen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen lehren, sodass Mensch und Tier friedlich koexistieren können.

Dem Aussterben bedrohter Tierarten möchten wir mittels verschiedener Wildtierprojekte aktiv entgegenwirken. Die SAVE-Projekte sind bewusst in sogenannten Wildlife-Conflict-Areas angesiedelt. Das sind Gebiete rund um die Wildtierreservate, in denen es oft zu Konflikten zwischen Menschen und Wildtieren kommt.

Unsere Arbeit wäre jedoch ohne die tatkräftige Unterstützung der Menschen vor Ort in Botswana nicht möglich, daher ist es uns eine Herzensangelegenheit einen Austausch auf Augenhöhe zu führen, um somit gemeinsam ein starkes Gemeinschaftsgefühl zu schaffen und langfristig eine wirtschaftliche Unabhängigkeit der Gemeinden sicherzustellen, indem wir das Potenzial der Menschen fördern.

Dank der Unterstützung unserer Schirmherren und Spender:innen können wir unsere Projekte in die Tat umsetzen und positive Veränderungen bewirken.


Erfolgsgeschichte von Kgalalelo Mongomba

Die Erfolgsgeschichte von Kgalalelo Mongomba

Von Botswana an die Elite-Uni Cambrigde: Kgalalelo Mongomba

Wir sind glücklich, euch heute wieder eine Geschichte aus der Reihe „Game Changer“ vorzustellen. Das sind kurze Geschichten von Menschen, die durch unser Programm Education for Conservation (E4C) eine große Chance bekommen und genutzt haben. Die heute 23-jährige Kgalalelo wuchs als Waisenkind unter denkbar schwierigen Bedingungen auf:

 

Nach dem Tod ihrer Mutter musste sie sich als älteste Tochter früh um die jüngeren Geschwister kümmern. Kindheit? Fehlanzeige. Durch ihre frühe Ersatz-Mutterrolle blieb nicht mal Zeit zum Spielen.
Erst als sie das Bana Ba Ditlou Kinderprogramm besuchte, durfte sie zum ersten Mal spielen, tanzen und lachen, glücklich und fröhlich sein. Dass sie dort Kinder traf, die ähnliches erlebt hatten, tröstete sie sehr. „Als ich mit den anderen Kindern Wildtiervideos schaute oder wir dann auch den allerersten Ausflug in den nahgelegenen Chobe-Nationalpark machten, konnte ich meine Probleme als Waisenkind auch mal vergessen“, erinnert sich die 23-jährige. „Das SAVE-Programm war damals mein Lebensretter. Ohne diese Menschen wäre ich womöglich auf der Straße gelandet.“

Dank der täglichen Hausaufgabenhilfe bei Bana Ba Ditlou entwickelte sich Kgalalelo zu so einer guten Schülerin, dass sie sogar ein Stipendium von der botswanischen Regierung für die Elite-Uni in Cambridge gewann. Ein riesengroßer Schritt für das einstige Waisenmädchen, zu dem sie das ganze SAVE-Team beglückwünscht!

 

Doch damit nicht genug: Zurück in Botswana studiert Kgalalelo heute Community Development, also Gemeindeentwicklung. Ihr großer Wunsch ist es, bald genau in dem Bereich tätig sein, der uns im Rahmen unseres E4C-Programms so sehr am Herzen liegt: Entwicklung der Landbevölkerung rund um die Nationalparks hin zu einer wirtschaftlichen Perspektive.

Kgalalelo steht kurz vor ihrem Studienabschluss. Und bis es so weit ist, möchte ihre Fähigkeiten und Talente für Kinder mit schlechten Startbedingungen einsetzen. Sie plant, zu Bana Ba Ditlou zurückzukehren: dem Ort, der ihr als Kind etwas gegeben hat, das sie zu Hause nicht erleben durfte: Selbstvertrauen, Potenzialentfaltung und Menschen, die an sie glaubten.


Hipporettung gelungen!

18. Dezember 2020|In Allgemein, Hipposchutz, Naturschutz

Hipprettung gelungen!

Wir danken unseren Spendern für die Unterstützung für die Rettung der Hippos in Botswana. 168 Flusspferde waren während der großen Dürre auf der Suche nach Wasser stecken geblieben.

Gemeinsam mit dem Department of Wildlife and National Parks (DWNP) und örtlichen Firmen arbeiteten wir daran, die von den Flusspferden benutzte Wasserstelle aufzufüllen. Mittels einer mit Solarenergie betriebenen Pumpe wurden alle 10 Stunden 46.000 Liter Wasser in das Becken gepumpt.  Dies versorgte die Flusspferde solange mit Wasser bis sie im Sommer 2020 weiter wandern konnten. In dieser Zeit wurden sie außerdem mit Heuballen versorgt.
Die Hippos am Nxaraga Hippo Pool freuten sich auch über die Überflutung des Thamalakane Flusses, da dies mehr Wasser und Bewegungsfreiheit im Flusskanal bedeutete.
Nun, da der Fluss überflutet ist und die Flusspferde weitergewandert sind, wurde die Wasserleitung gestoppt. Die Ausrüstung kann von der Nxaraga Dorfgemeinschaft für zukünftige Projekte verwendet werden. Ein erfolgreiches Projekt, das wir dank Ihrer enormen Unterstützung abschließen konnten!


Corona Überlebenspaket

24. September 2020|In Allgemein, Corona, Topnews

Corona Überlebenspaket

Die Corona-Pandemie hat auch vor Botswana nicht Halt gemacht. Zwar ist das Land weit weniger betroffen als andere; die geringe Bevölkerungsdichte verhinderte eine stärkere Ausbreitung. Dennoch treffen die Folgen der Pandemie das Land hart. Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Corona bedingen, dass die Touristen ausbleiben. Doch ist der Tourismus für die meisten der Einwohner – gerade im Nordosten – überlebenswichtig. Die Menschen arbeiten auf den Safari-Lodges oder haben sich eine Existenz geschaffen, indem sie Dienstleistungen für die Touristen anbieten.

SAVE hat die Dringlichkeit der Lage erkannt, als erste Fälle von Wilderei bekannt wurden, bei denen es nicht etwa um Elfenbein oder das Horn von Nashörnern ging, sondern um das Fleisch der Tiere. Die sogenannte Bushmeat-Wilderei gilt als deutlicher Indikator für Hunger.

Während wir normalerweise sehr zielgerichtet einzelne technische Projekte planen und nachhaltige Bildungsangebote schaffen, mussten wir hier Sofortmaßnahmen ergreifen. Wir haben Lebensmittelpakete für Familien organisiert, um die schwierige Phase zu überbrücken. Ein Paket mit Lebensmitteln wie Maismehl, Öl und Nudeln sowie einigen Hygieneartikeln hilft einer Familie für die Dauer von zwei Monaten aus. 300 Pakete konnte SAVE im Juni im Dorf Nxaraga übergeben. Der Dorfvorsteher Gaolatlhe Kgosigaenyatswe nahm die Spende offiziell für sein Dorf an und dankte der Save-Wildlife-Projektleiterin vor Ort, Wabotlhe Letubo, für die Unterstützung.


Gute Neuigkeiten für Matsaudi (Botswana)

Gute Neuigkeiten für Matsaudi (Botswana)

In dem Dorf nahe des Moremi National Game Reserve, einer viel bereisten Gegend im Nordosten Botswanas, wird Anfang 2021 das nächste Learning Center für 60 bis 100 Kinder und Jugendliche entstehen!

Dieses Projekt wird durch den Erlös des wunderschönen Afrikakalenders 2021 unseres Kooperationspartners Share for Smiles finanziert. Gerade hier, wo der Tourismus großgeschrieben wird, ist der Schutz der Wildtiere und ihrer Lebensräume besonders wichtig. Naturschutz muss ein integraler Bestandteil des Tourismus werden, sonst zerstört er die Lebensräume von Menschen und Wildtieren. Die Einwohner von Matsaudi sind begeistert, dass in dem Learning Center ein Bildungs-Programm für die Kleinsten sowie ein Hausaufgabenprojekt für die Jugendlichen integriert wird – und es gibt auch neuen Raum für die Korbarbeiten der Frauen!



Kooperation zwischen SAVE und der Technischen Universität München zur Erhaltung der Löwen in Botswana

Kooperation zwischen SAVE und der Technischen Universität München zur Erhaltung der Löwen in Botswana

Die afrikanischen Löwenpopulationen sind laut einer Untersuchung der IUCN von 1993 bis 2018 um erstaunliche 43% zurückgegangen. Das bedeutet, dass von 200.000 Löwen vor 25 Jahren heute nur noch etwas mehr als 22.000 in Afrika in freier Wildbahn leben. Der Rückgang der Population ist höher als bei jeder anderen Art, einschließlich des Nashorns.
Das Hauptziel von SAVE besteht darin, ein leistungsstarkes Programm zum Austausch von Ideen mit Gemeinschaften umzusetzen, in denen es Konflikte um Löwen gibt, um die friedliche Koexistenz von Bauern und Raubtieren und allen anderen problematischen Wildtieren in der Umgebung zu fördern. Wir setzen uns dafür ein, eine Lösung zu finden, um sicherzustellen, dass der Afrikanische Löwe immer einen Platz auf diesem Planeten haben wird.

Bildung für den Naturschutzansatz

  • Kapazitätsaufbau für Landwirte: Gemeinschaftsbildung, die sich an Personen in der Gemeinde richtet, die in der Koexistenz-Lehre eine führende Rolle spielen sollen, in Bezug auf die  Entwicklung von Postern, Workshops für Bauern, Demonstrationskraals, Spoor-Tracking und Warnungen. Die geschulten Begleiter/Landwirte sind in der Lage, Viehzüchter vor sich nähernden Löwen zu warnen und Ranger auszubilden, die als Schnellreaktionsteam fungieren, um ungünstige Zwischenfälle zwischen Löwen und der lokalen Bevölkerung zu vermeiden.
  • Umwelterziehung an Schulen mit dem Ziel, an der Basis über Löwen zu unterrichten, Themen zur Identifizierung von Spoors und Koexistenz, Löwensspiele als Ausgleich zum Lernen im Klassenzimmer.
  • Probleme beim Einfangen und Aussetzen von Löwen in die Wildnis
    In Zusammenarbeit mit dem Forschungsteam des Ministeriums für Wildtiere und Nationalparks und der Technischen Universität München werden wir problematische Löwen aus den Farmen umsiedeln, um sie vor Vergeltungstötungen durch die Bauern zu schützen.
    Überwachung der Löwen mit Hilfe von Satellitenhalsbändern, damit ein Team von Gemeindebegleitern die Viehzüchter warnen kann, wenn die Löwen in ihr Weideland eindringen oder sich ihrem Weideland nähern. Diese Überwachung wird es dem Team auch ermöglichen, Veränderungen in der Anzahl der Löwen im Ökosystem zu erkennen, was ein anpassungsfähiges Management ihres Schutzprogramms ermöglicht. Es sollten mobile Workshops zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung in der Gemeinschaft, mobile Krallen und Schulungen für Landwirte zum Thema Warnungen durchgeführt werden. Diese Aktivität kann zu einem Forschungsthema entwickelt werden.
  • Langfristiger Erhalt einer gesunden und nachhaltigen Löwenpopulation in Botswana und die KAZA TFCA
    Austausch von Berichten und Partnerschaft bei Löwen-Aktivitäten mit allen in der KAZA TFCA
  • Entwicklung eines mobilen Löwen-Schutzraums, um die von Bauern oder anderen Wildtieren verletzten Löwen zu versorgen.
  • Unterstützung der Rangerstützpunkte des Ministeriums für Wildtiere und Nationalparks, des Funknetzes, der Ausrüstung und Betriebskosten sowie der Überwachungsinfrastruktur. Diese Unterstützung wird dazu beitragen, Löwen und ihre Beute vor Wilderei zu schützen. Dies bedeutet, dass die Wiederherstellung eines effektiven Managements in den Parks und Reservaten für die Zukunft der Wildtiere im Land von entscheidender Bedeutung ist.


Extreme Trockenheit: SAVE leistet Notfallhilfe in Nxaraga

13. Dezember 2019|In Allgemein, Hipposchutz, Naturschutz, Wasser

Extreme Trockenheit: SAVE leistet Notfallhilfe in Nxaraga

Klimawandel und Erderwärmung sind in Botswana nicht bloß leere, abstrakte Begriffe wie bei uns, sondern täglich spürbare Realität. Nicht nur für die Menschen, sondern auch – und vielleicht vor allem – für die dort lebenden Wildtiere.

Unser Vorstandschef Lars Gorschlüter kommt gerade von der alljährlichen Reise in unser Hauptprojektland zurück. Im Gepäck auch Eindrücke aus dem Gebiet Nxaraga, die die Kollegen hier vor Ort nicht nur beeindruckten, sondern teils erschütterten.

Botswana erlebt eine seit Jahren anhaltende Dürre, die Flüsse und die so genannten Pans zum Teil völlig ausgetrocknet hat. Für die Tiere, die stets Wasser entgegen wandern, eine tödliche Falle. Ein unerträglicher Anblick im Nxaraga Gebiet ist der Tod von unzähligen Flusspferden aufgrund von Wasser- und damit verbunden Nahrungsmangel. Nxaraga liegt ungefähr 20 Kilometer von Maun entfernt, bekannt als das „Tor ins Okavango Delta“, wo sich das Büro von SAVE Botswana befindet.

Vor einigen Wochen bereits starteten die Kollegen vor Ort mit Hilfsmaßnahmen für das ausgetrocknete Becken in der Lagune von Nxaichaa in Nxaraga, gemeinsam mit dem „Department of Wildlife and National Parks“.

Eine unserer Maßnahmen, die fast sprichwörtlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein können – auch wenn es sich hierbei um Tonnen von Heu handelt – und doch unerlässlich ist: die Fütterung wilder Tiere in Afrika. Das mag ein ungewohnter und unglaublicher Anblick sein, doch diese Hippos leben tatsächlich in freier Wildbahn. „Sie näherten sich von der Futterstelle in Familiengruppen, sie hatten kaum Berührungsängste. So groß muss der Hunger sein“, so Lars Gorschlüter.

Derweil arbeitet SAVE Botswana mit örtlichen Firmen daran, den Flusspferdbecken aufzufüllen. 46.000 Liter Wasser pro ca. 10 Stunden sollen mittels Solarenergie in das Becken gepumpt werden. Damit zumindest die übrigen Flusspferde ihr Wasser und damit Überlebenschancen haben.


Kalender 2020: Ein Geschenk – viele Beschenkte

24. Oktober 2019|In Allgemein

Kalender 2020: Ein Geschenk – viele Beschenkte

Auch in diesem Jahr bekommen wir wertvolle Unterstützung vom Verein SHARE FOR SMILES. Sie verkaufen ihre inzwischen allseits beliebten Fotokalender auch zu Gunsten unserer Projekte im Südlichen Afrika. Mit dem Erlös können wir ein weiteres Bildungszentrum in Botswana finanzieren – und damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Natur und der Wildtiere leisten.

Zwölf Impressionen aus diversen afrikanischen Ländern, imposante Landschaften und selten Wildtiere erwecken beim Betrachten nicht nur die Fernsucht, sondern auch ein Gefühl für die Bedeutsamkeit dieser einzigartigen Natur. Unsere Kollegen von SHARE FOR SMILES bieten mit dem Afrika-Kalender Einzelpersonen wie auch Unternehmen ein sinnvolles Geschenk. Und dieser beginnt mit der umweltgerechten Herstellung, einem klimaneutralen Druck und schließt das Integrationsprojekt der Lebenshilfe Werkstätten der Region 10 GmbH mit ein.

Soziales Geschenk mit Sinn

Seit 2014 kooperieren wir mit der gemeinnützigen Organisation aus Bayern. Vor knapp einem Jahr konnten wir nach erfolgreicher Zusammenarbeit das Bildungszentrum Botshelo Trust Learning Center eröffnen. Die SFS Afrikakalender sollen uns nun dabei helfen, in Matsaudi ein Hilfs- und Umweltbildungszentrum für Kinder und Jugendliche aufzubauen.

Das kleine Dorf mit rund 1.000 Einwohnern befindet sich im Okavango Delta, am Fluss Thamalakane und entlang der Hauptstraße, die zum Moremi Wildreservat und zum Chobe Nationalpark führt. Also ein weiteres Gebiet, in dem Menschen und Wildtiere aufeinandertreffen bzw. sich beide einen begrenzt zur Verfügung stehenden Lebensraum teilen. In diesen von uns genannten Wildlife Contact Areas unterstützen wir die Einheimischen mit Bildungs- und Entwicklungsprogrammen. Wir möchten Grundlagen schaffen, die es den Menschen ermöglichen, ein gutes Leben im Einklang mit der Natur zu führen. In unseren SAVE Bildungszentren sind deshalb Arten- und Umweltschutz fester Bestandteil des Lehrplans. Weitere Informationen zu unserem Programm Education for Conservation finden Sie hier.

Bestellen können Sie die Afrika-Kalender direkt über die SHARE FOR SMILES Internetseite.