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Wolfsprojekt

Ausgangssituation

Seit Menschengedenken sind Wölfe einer rigorosen Verfolgung durch den Menschen ausgesetzt. Durch den Einsatz von Fallen, Gift und Feuerwaffen war der graue Jäger Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland schließlich ausgerottet. Vielerorts ausgerottet, erobern sich heute Großraubtiere wie der Wolf ihren ehemaligen Lebensraum zurück, sofern dieser noch ausreichend naturnahe oder naturbelassene Lebensmöglichkeiten bietet. Aus Polen kommend wandern in den letzten Jahren immer wieder Wölfe über die Grenze nach Deutschland ein. Aber nicht überall wird Isegrim freundlich empfangen.


Problem

Die Öffnung der Grenzen hat diese natürliche Wiederausbreitung nach Mitteleuropa unterstützt und die grenzüberschreitende Etablierung der Tiere ermöglicht. Die politische Entwicklung in Europa birgt außerdem neue und vielversprechende Möglichkeiten für internationale Kooperationen im Natur- und Artenschutz. Diese müssen unbedingt genutzt werden. In Osteuropa noch vielfach vorhandene naturbelassene Landschaften, die auch den großen Raubtieren einen geeigneten Lebensraum bieten, drohen jedoch mehr und mehr wirtschaftlichen Interessen untergeordnet zu werden. Dabei ist die Bewahrung ganzer, sich über Ländergrenzen hinweg erstreckender ökologischer Systeme eine wichtige Voraussetzung, um die begonnene Selbstausbreitung der Tiere zu unterstützen. Schutzmaßnahmen sollten die natürliche Rückeroberung unterstützen und zur Vernetzung isolierter Populationen beitragen. Damit die Tiere ihre Chance auch wirklich nutzen können, müssen die zum Teil immer noch vorhandenen Ängste in der Bevölkerung und die teilweise mangelnde Akzeptanz von Beutegreifern in einigen Bevölkerungsgruppen ernst genommen und ausgeräumt werden. Denn nur, wenn Wolf und Co. wirklich willkommen sind, haben sie auch langfristig eine Chance zu überleben.

Mehr erfahren über unser aktuelles Projekt in Polen: www.wilknet.pl