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Herakles

 

Der Regenwald Kameruns

Die Regenwälder am Golf von Guinea in Kamerun und Nigeria sind ein sogenannter Hotspot der Biodiversität. Dieser beherbergt nicht nur eins der ältesten Waldgebiete der Erde, sondern auch eine einzigartige Pflanzenwelt: allein 620 Baum- und Straucharten, 500 Arten von Kräutern und Lianen kommen im 1200 km² großen Korup Nationalpark vor. Seltene Drills und Schimpansen leben in der Region, genauso wie Waldelefanten, Gorillas und Leoparden. Viele Tier- und Pflanzenarten kommen nur hier vor und nirgendwo anders auf der Welt. Damit könnte bald Schluss sein.


Palmölplantagen statt Regenwald

Inmitten des Waldblocks soll eine Palmöl-Plantage entstehen. Dafür sollen ca. 70.000 Hektar, eine Fläche so gross wie 100.000 Fußballfelder, Naturwald und kleinbäuerliche Landschaft weichen. Eine Katastrophe für die Urwälder Kameruns; schlimmer noch als die geplante Schnellstraße durch die Serengeti. Genau wie in Tansania würde auch in Kamerun ein zusammenhängendes einzigartiges Ökosystem in zwei Teile zerschnitten. In auf solche Weise zerstückelten Lebensräumen findet kein ausreichender Austausch an Genmaterial mehr statt. Isolierte Schutzgebiete wären der endgültige Untergang für viele einzigartige Tier- und Pflanzenarten.


Unsere Maßnahmen

SAVE setzt sich mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln ein, den Regenwald in Kamerun zu schützen und die geplante Palmölplantage zu verhindern. Dafür sind unsere Leute sowohl vor Ort in Kamerun als auch hier in Deutschland aktiv.

  • SAVE unterstützt seit Beginn die Proteste der einheimischen Bevölkerung gegen die Palmölplantage.
  • SAVE beteiligt sich an Studien zur ökologischen Klassifizierung der betroffenen Gebiete und konnte so bereits den „High Conservation Level“ einiger Areale nachweisen.
  • SAVE leistet Aufklärungsarbeit bei der lokalen Bevölkerung und informiert die Menschen über die ökologischen und sozialen Konsequenzen der Waldrodungen.
  • Gemeinsam mit den Einheimischen hat SAVE eine Unterschriftenaktion gegen die geplante Palmölplantage initiiert; SAVE überreicht die gesammelten Unterschriften, inzwischen mehrere Tausend, an wichtige internationale Entscheidungsträger.
  • SAVE setzt sich mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln ein, den Regenwald in Kamerun zu schützen und die geplante Palmölplantage zu verhindern. Dafür sind unsere Leute sowohl vor Ort in Kamerun als auch hier in Deutschland aktiv.
  • SAVE unterstützt Petitionen gegen die Palmölplantage.
  • Durch Öffentlichkeitsarbeit informiert SAVE die Verbraucher in Deutschland über den Rohstoff Palmöl und die bei seiner Herstellung oftmals einhergehende Rodung von ökologisch wertvollen Regenwäldern.
  • SAVE recherchiert, informiert und sucht auch nach politischen Lösungen.

Sofortiger Stopp der Regenwaldrodung in Kamerun!

Dieses einzigartige Ökosystem im Südwesten Kameruns darf nicht weiter zerstückelt und die Menschen nicht ihrer Lebensgrundlage beraubt werden.

Deshalb fordert SAVE:

  • Den sofortigen Stopp der bereits begonnenen Rodungen!
  • Herakles Farms muss unverzüglich alle gerichtlichen Auflagen respektieren und seine illegalen Rodungen und Baumaßnahmen beenden.
  • Die verantwortlichen Politiker müssen endlich handeln und alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um die Palmölplantage zu verhindern und den Regenwald zu schützen.
  • Den Stopp aller Aktivitäten rund um den bau der Palmölplantage inSüd-West Kamerun, bis unabhängige Forscher und NGOs, welche in der Region aktiv sind, die sozialen und ökologischen folgen dieser Palntage vollständig untersucht haben.
  • Die veröffentlichung aller ergebnisse von angemessenen Forschungen, sodass sie jedem zur Verfügung stehen. Die Konsequenzen und der Einfluss der Plantage muss jedem Dorfbewohner der Region verständlich erklärt werden und es muss eine demokratische lösung gefunden werden.
  • Alle Aktivitäeten zum weiterbau der Palmölplanage zu stoppen, bis alle betroffen Dorfbewohner über die sozialen, die wirtschaftlichen, die kulturellen und die umweltlichen Folgen der Plantage aufgeklärt wurden.

SAVE ruft alle Regierungen und Organisationen, die sich für Umweltschutz und Menschenrechte engagieren sowie alle interessierte Menschen dazu auf, sich am weltweiten Einsatz gegen die Palmölplantage zu beteiligen und somit die wertvollen Regenwälder im Herzen Afrikas zu schützen.