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Wildhundschutz

 

Bedrohte Strategen in den afrikanischen Savannen

Drahtiger Körperbau, rot, braun, schwarz und vanillefarben gezeichnetes Fell und langer weißer Schwanz sind die typischen merkmale des afrikanischen Wildhunds. Trotz seines markanten Erscheinungsbildes ist der afrikanische Wildhund den meisten Menschen unbekannt. Nicht zuletzt leider auch deshalb, weil der hochentwickelte Jäger mit ausgeprägtem Sozialverhalten akut vom Aussterben bedroht ist. Der auch in Afrika um sich greifende Platzbedarf des Menschen nimmt den Wildtieren immer mehr von ihrem Lebensraum. Es wird geschätzt, dass es nur noch ca. 600-1.000 einzelne Rudel gibt.

Gefährdet und Aussterbend

Einst haben die afrikanischen Wildhunde den ganzen Kontinent besiedelt. Heutzutage kämpft diese einzigartige Spezies ums Überleben. Weniger als 3500 ausgewachsene Wildhunde leben in Freiheit. Dort wo noch Wildhunde leben sind die Populationen geteilt und leben in kleinen gebieten, die gerade mal 12% der größe haben wie das Gebiet in dem sie einst lebten. Menschen haben den Lebensraum der Wildhunde eingenommen und zerstört. Krankheiten von domestizierten Tieren bedrohen das überleben ebenfalls. SAVE schützt die afrikanischen Wildhunde durch ein Gemeinschaftsprojekt in Botswanas Central Kalahari Game Reserve (CKGR) und den umliegenden Gebieten.


Bedrohung durch Einschränkungen des Lebensraums

Aber auch durch ein immer größeres Schwinden des natürlichen Lebensraumes und Krankheiten wie Tollwut und Staupe (Viruserkrankung) kommen immer mehr Tiere zu Tode. Hinzu kommt, dass aus bisher unerklärlichen Gründen besonders viele Wildhunde in Tierfallen geraten, die für andere Tiere gedacht sind.


Das SAVE Projekt „Survival African Wild Dog“

Wir haben bei diesem Projekt die Rettung der letzten afrikanischen Wildhunde zum Ziel. Das Projekt vereint Grundlagenforschung, Aufklärungsarbeit vor Ort und Umsiedlungs-Maßnahmen. Dabei kommt es im speziellen auch auf den genetischen Austausch der verschiedenen Populationen an, die nicht mehr auf natürlichem Wege erreicht wird. Zu diesem Zweck werden Tiere aus bestimmten Meta-Populationen, also Rudeln aus einem zusammenhängenden Gebiet, mit anderen Meta-Populationen vermischt. Langfristig kann die Gefährdung der Populationen nur über eine harmonischen Koexistenz von Farmern und Wildhunden erreicht werden.


Was sind die Maßnahmen von SAVE?

  • Feldforschung im Ökosystem der Löwen (z.B. Wanderrouten, Nahrungsauswahl, Sozialverhalten, Populationsgröße, Ausbreitung, potentielle Gefahren, Krankheiten, Buschfeuer und Wilderei)
  • Überwachung der Tiere (z.B. GPS-Daten per Satellitenhalsbänder, Spurensuche, Beobachtungen, Monitoring, Überwachung und Dokumentation von umgesiedelten Wildhunden)
  • Umsiedlungsmaßnahmen (Schutz der gefährdeten Tiere vor Abschuss und Vergiftung, wenn sie Farmland betreten. Zu diesem Zweck werden sie dort eingefangen, medizinisch betreut und in geeigneten Gehegen untergebracht, bevor sie in teilweise neu gebildeten Rudeln wieder ausgewildert werden)
  • Förderung der Mitarbeit, Aus- und Weiterbildung der Bevölkerung vor Ort, im Rahmen von Capacity Development
  • Beobachtung und Forschung an den Veterinärzäunen sowie Entwicklung von Verbesserungen
  • Entwicklung von Lösungsansätzen um Konflikte zwischen Mensch und Tier langfristig auszuräumen
  • Aufklärungsarbeit (vor allem Interviews und Kooperationen mit Farmern vor Ort)

Wofür braucht SAVE Ihre Spende?

  • Technisches Equipment (Funkhalsbänder, GPS-Geräte, Ferngläser, Computer und Software)
  • Kommunikationsmittel (Satellitentelefone, Funkgeräte, Internetanbindungen)
  • Transportmittel (Gelände-Fahrzeuge, Treibstoff, Wartung, Reparaturen)
  • Mitarbeiter (Lohnzahlungen, Unterkünfte, Verpflegung, Reisekosten für Forscher, Assistenten und Tracker vor Ort)
  • Rundflüge (Aufspüren von seltenen Rudelgruppen)
  • Veterinärmedizinische Betreuung (Medikamente, Sicherheitsboxen, Fallen, Betäubungsgewehre etc.)
  • Studiengebühren afrikanischer Studenten
  • Laboruntersuchungen
  • Infomaterialien (Flyer, Broschüren etc.)

Wie kann ich SAVE helfen?

Besuchen Sie einfach den Bereich HELFEN auf unserer Website. Sie finden dort viele Vorschläge wie Sie unsere Ziele und Projekte durch eigenes Handeln, Mithelfen oder Spenden unterstützen können.