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Löwenschutz


 

Die Könige der Savanne sind in Gefahr

Gejagt, vertrieben, vergiftet - Immer seltener hört man das kraftvolle, markerschütternde Brüllen der Löwen in der Savanne. Ehemals über fast ganz Afrika verbreitet, gibt es nach einer aktuellen Studie nur noch 23.000 Löwen. Der einstige König der Tiere ist aus vielerlei Gründen bedroht: Trophäenjagd, Verfolgung durch Farmer, Zerstörung und Zerstückelung von Lebensraum. Eine Milliarde Menschen leben mittlerweile in Afrika, und es werden immer mehr. Mit jedem Stückchen Platz, das der Mensch einnimmt, verkleinert sich der Lebensraum für Wildtiere.

Die Projektgebiete von SAVE

Die Arbeit von SAVE für den afrikanischen Löwen konzentriert sich auf zwei Gebiete. Zum einen sind das die letzten Löwen vom Boteti. Im botswanischen Makgadikgadi Nationalpark leben nur noch etwa 60 Löwen. Diese Population in der Nähe des Boteti Flusses gehört zu den am stärksten bedrohten in ganz Afrika.  Das zweite Löwen-Projekt von SAVE liegt in der Kalahari, die berühmte endlos weite Halbwüste aus kargem Buschland, feinpulverigen Sanddünen, durchzogen von fossilen Trockenflusstälern. In beiden Gebieten sucht SAVE aktiv nach Lösungen und zeigt neue Wege auf, um den Abschuss der Raubtiere zu verhindern und ihr Überleben zu sichern.


Bedrohung durch den Farmer-Raubtier Konflikt

Immer wieder verlassen Raubtiere die Schutzgebiete, wandern auf die benachbarten Rinderfarmen und reißen dort das Vieh. Für viele Farmer stellt das eine existenzielle Bedrohung da, denn die Viehherde sichert oft den Lebensunterhalt einer ganzen Familie. Viele Farmer wollen die Raubtiere nicht töten. Aber es fehlt ihnen an Unterstützung und Wissen, wie sie die Raubtiere lebend einfangen und abtransportieren können. So greifen sie zur Flinte oder zum Giftköder, weil sie keine andere Lösung sehen. Zu diesem Konflikt erarbeitet SAVE mit Unterstützung anderer Organisationen und engagierter Feldforscher Lösungsstrategien in zwei Projektgebieten.


Bedrohung durch Trophäenjagd

Schon seit Menschengedenken jagt der Mensch den Löwen. Heute existiert eine regelrechte Jagdindustrie. Es werden bevorzugt Männchen geschossen. Insgesamt werden für Jagdzwecke 4000-5000 Löwen gezüchtet. Oft wird ein Löwenabschuss auf Jagdfarmen für 16.000 Euro angeboten. Darüberhinaus sorgt der Abschuss der Rudelführermännchen für Irritationen zwischen den neuen Rudelführer-Löwen, den Weibchen und dem Nachwuchs. Das führt oft zu einer stark erhöhten Sterblichkeit von Jungtieren bis auf über 70%, weil durch den Machtwechsel im Rudel bedingt der übernommene Nachwuchs vom Rudelführer und teilweise auch den Weibchen getötet wird.


Bedrohung durch Krankheiten

Ein gravierendes Problem sind die seit ca. 1995 aufgetauchten Krankheiten LLF und FIV. Besonders im südlichen Teil des Kruger-Nationalpark in Südafrika wüten seit einiger Zeit die Tuberkulose und der FIV-Virus. Gegen keine dieser Erkrankungen konnte bis jetzt ein Impfstoff entwickelt werden. Die Tuberkulose, die sich bei den Löwen im Verdauungstrakt ansetzt und diesen lahm legt, wird von Büffeln übertragen, die die Beute der Löwen sind und die Bakterien wiederum von Hausrindern aufgeschnappt haben. Da die Verdauung des Löwen durch die Bakterien gestört ist, magert er in kürzester Zeit ab, ist somit sehr anfällig für weitere Krankheiten, wie zum Beispiel den FIV-Virus, und stirbt in kurzer Zeit. Der FIV-Virus wurde u.a. auch bei Pumas, Schakalen und Haushunden festgestellt und könnte durch entsprechende Impfungen flächendeckend bekämpft werden.


Was sind die Maßnahmen von SAVE?

  • Feldforschung im Ökosystem der Löwen (z.B. Wanderrouten, Nahrungsauswahl, Sozialverhalten, Populationsgröße, Ausbreitung, potentielle Gefahren, Krankheiten, Buschfeuer und Wilderei)
  • Überwachung der Tiere (z.B. GPS-Daten per Satellitenhalsbänder, Spurensuche, Beobachtungen, Monitoring, Überwachung und Dokumentation von wieder ausgesetzten Löwen)
  • Einfangen von Löwen auf Farmen und anschliessende Betreuung, um sie vor dem Abschuss zu bewahren.
  • Förderung der Mitarbeit, Aus- und Weiterbildung der Bevölkerung vor Ort, im Rahmen von Capacity Development
  • Beobachtung und Forschung an den Veterinärzäunen sowie Entwicklung von Lösungen
  • Entwicklung von Lösungsansätzen um Konflikte zwischen Mensch und Tier langfristig auszuräumen
  • Aufklärungsarbeit (vor allem Interviews und Kooperationen mit Farmern vor Ort)

Wofür braucht SAVE Ihre Spende?

  • Technisches Equipment (Funkhalsbänder, GPS-Geräte, Ferngläser, Computer und Software)
  • Kommunikationsmittel (Satellitentelefone, Funkgeräte, Internetanbindungen)
  • Transportmittel (Gelände-Fahrzeuge, Treibstoff, Wartung, Reparaturen)
  • Mitarbeiter (Lohnzahlungen, Unterkünfte, Verpflegung, Reisekosten für Forscher, Assistenten und Tracker vor Ort)
  • Veterinärmedizinische Betreuung (Medikamente, Sicherheitsboxen, Fallen, Betäubungsgewehre etc.)
  • Studiengebühren afrikanischer Studenten
  • Laboruntersuchungen
  • Infomaterialien (Flyer, Broschüren etc.)

Wie kann ich SAVE helfen?

Besuchen Sie einfach den Bereich HELFEN auf unserer Website. Sie finden dort viele Vorschläge wie Sie unsere Ziele und Projekte durch eigenes Handeln, Mithelfen oder Spenden unterstützen können.